instant-thinking.de

just enough to get you started and leave you confused

Klacker-Header in Gedenken an Terry Pratchett

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Auf der Scheibenwelt gibt es ein Semaphorennetzwerk. Ein mechanisches System aus Türmen zur scheibenweiten Nachrichtenübertragung. Durch Klappen werden die Nachrichten kodiert und von Turm zu Turm weitergereicht1. Erfunden wurde es von Robert Liebherz.

Aufgrund des Geräuschs, das beim auf- und zuklappen der Klappen entsteht, werden die Türme Klacker genannt.

Aus dem ursprünglichen Klackersystem entwickelte Klaus Liebherz, der Sohn des ursprünglichen Erfinders, den Großen Strang, kam aber dann durch einen rätselhaften Unfall ums Leben.

Sein Vater fügte daraufhin seinen Namen in den Overhead der Klacker ein und kodierte ihn mit GNU. Was bedeutet:

  • G: Leite die Nachricht weiter
  • N: Logge die Nachricht nicht
  • U: Wenn das Ende der Verbindung erreicht ist, sende die Nachricht wieder zurück

Das ganze findet nur im Overhead der Nachrichten statt, alle regulären Nachrichteninhalte bleiben unverändert. Eine tolle Idee.

Ein Mann ist nicht tot, solange sein Name gesprochen wird.

Ab die Post Prolog Kapitel 4 - Seite 96

Und weil Terry Pratchett traurigerweise 2015 verstarb aber das Internet tollerweise voller Fans der Scheibenwelt ist, wurde aus einem r/discworld Reddit-Thread heraus die Website GNU Terry Pratchett erstellt. Dort kann man beliebigen Text in Klacker-Nachrichten kodieren.

Es wird aber auch und vor allem erklärt, wie man für die verschiedensten Serversysteme2 einen X-Clacks-Overhead konfiguriert.

Wenn man der Anleitung für einen Apache-Webserver folgt und die .htaccess um die folgenden Zeilen erweitert:

.htaccess mit Klacker Overhead
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<IfModule headers_module>
  header set X-Clacks-Overhead "GNU Terry Pratchett"
</IfModule>

Dann liefert der Webserver fortan in jeder Antwort nicht nur die angefrage Website aus, sondern auch den Inhalt des X-Clacks-Overhead. Wenn man dann genau hinschaut, kann man das auch sehen:

Um das genaue Hinschauen etwas einfacher zu machen, wurde sogar eine Chrome Browser Extension und ein Firefox Add-on entwickelt. Da passiert aber erst einmal genau nichts, nur ein dunkles Klacker-Icon wird angezeigt.

Landet man aber auf einer Website, die den Klacker-Overhead ausliefert, wird der Text und der Klacker-Code angezeigt:

Ich bin da ja vielleicht etwas merkwürdig, aber ich finde das wirklich wundertoll. Danke Internet, danke Sir Terry.

(via: Arno Welzel)

  1. Wer sich an das allseits bekannte und beliebte Internet auf diesem Planeten erinnert fühlt denkt genau in die richtige Richtung…

  2. Die natürlich auch auf diesem Planeten einiges an Overhead für die Nachrichten benötigen…

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Heute vor sechs Jahren kam Linus auf die Welt.

Aus dem kleinen Bündel Mensch ist mittlerweile ein angehendes Schulkind geworden. Sechs Jahre sind verflogen. Etwas lesen, etwas schreiben, rechnen, die Uhr, Wackelzähne, Pokémon Go, Gruppensprecher, Seepferdchen, angehende Bronze und sogar die ersten Meter Radfahren ohne die Stützräder1 waren im vergangenen Jahr große Themen.

Es werden noch einige folgen. Die Vorbereitungen für die Schule laufen ja gerade erst an, es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht langweilig.

Linus, Sohn, wir haben sehr großes Glück dich zu haben. Mache so weiter, erlebe die letzten Tage als Großer in deinem Kindergarten und freue dich auf die Anfangszeit als i-Dötz in der Schule. Das wird großartig, du wirst das toll machen.

Es fällt mir sehr schwer, mir auszumalen was du heute in einem Jahr wieder an Ideen und Wissen aufgesogen haben wirst. Um so mehr freue ich mich drauf, es heraus zu finden.

Jetzt aber allesalles Gute & Liebe zu deinem sechsten Geburtstag.

  1. Wir hatten schon nicht mehr damit gerechnet, von wem kann er das nur haben?

QuickLinks vom 18. November bis zum 12. Januar

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Meine pinboard.in-Links vom 18. November bis zum 12. Januar:

  • Munki - is a set of tools that, used together with a webserver-based repository of packages and package metadata, can be used by OS X administrators to manage software installs (and in many cases removals) on OS X client machines.
  • ripgrep - is a line oriented search tool that combines the usability of The Silver Searcher (an ack clone) with the raw speed of GNU grep. ripgrep works by recursively searching your current directory for a regex pattern. ripgrep has first class support on Windows, Mac and Linux, with binary downloads available for every release.
  • MediathekViewWeb - ist eine simple, alternative Oberfläche für die Filmlisten des MediathekView Projekts.
  • InSpec - is compliance as code – a human-readable language for automating the continuous testing and compliance auditing of your entire infrastructure. You can also use it to verify if your servers and applications are configured correctly.
  • TagSpaces - is an open source personal data manager. It helps you organize and browse your files on every platform.
  • Paru - is a simple Ruby wrapper around pandoc, the great multi-format document converter. Paru supports automating pandoc by writing Ruby programs and using pandoc in your Ruby programs. Paru also supports writing pandoc filters in Ruby.
  • hilite.me - converts your code snippets into pretty-printed HTML format, easily embeddable into blog posts, emails and websites.
  • Mail-in-a-Box - Mail-in-a-Box lets you become your own mail service provider in a few easy steps. It’s sort of like making your own gmail, but one you control from top to bottom. Technically, Mail-in-a-Box turns a fresh cloud computer into a working mail server. But you don’t need to be a technology expert to set it up.
  • XKPasswd - is a secure memorable password generator inspired by xkcd #936.
  • Drop to GIF - Zero-click movie to GIF conversion. Select a folder to watch and every movie saved or moved into that folder will be converted to an animated GIF.

2016 in VDSL-Zahlen

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Eine FritzBox kann einmal im Monat eine Mail versenden in der sie eine Übersicht über alle aufgelaufenen Verbindungsdaten hübsch aufbereitet. In diesem Fall interessieren die Telefonverbindungen, Signalraten und sonstiges Zeugs nicht so sehr. Vielmehr sind die übertragenen Datenvolumina Thema dieses Posts.

Einstellen lässt sich der Mailversand ziemlich einfach über System → Push Service1, die entsprechende Option ist die FRITZ!Box-Info.

Von Michel hatte ich nach seinem 2015er Zahlen-Post im letzten Januar ein praktisches Tabellentemplate erhalten, in das ich nun nach seinem Vorbild die Auswertungen der FritzBox eingetragen habe2. Durch seinen aktuellen 2016er-Zahlen-Post wurde ich nun wieder daran erinnert, danke Michel!

Die Daten des Jahres 2016 schauen hier aus wie folgt, die Spitzenreiter sind jeweils fett ausgezeichnet:

Monat Upload (MB) Download (MB) Gesamt (MB)
Januar 43.523 134.636 178.159
Februar 36.123 150.017 186.140
März 46.062 149.592 195.654
April 58.243 114.047 172.290
Mai 77.410 152.724 230.134
Juni 60.818 133.169 193.987
Juli 98.805 130.978 229.783
August 104.508 124.720 229.228
September 55.063 219.831 274.894
Oktober 91.635 337.786 429.421
November 46.722 223.811 270.533
Dezember 46.930 202.345 249.275
2016 765.842 2.073.656 2.839.498

Das sind in Gesamtsumme fast 3 Terabyte übertragene Daten3. Offsite-Backups, Dropbox- und iCloud-Nutzung, Musik- und Video-Streaming sowie HomeOffice verursachen offenbar wirklich einiges an Traffic4.

Warum genau nun der August den Upload-Rekord hält und der Oktober so dermaßen viel Download verzeichnet ist mir aber dennoch eher unklar…

Mal schauen ob wir in 2017 die TR-069/064 Schnittstelle mal einer sinnvollerern5 Benutzung via Fritz Speed zuführen können…

(via: Pixelscheucher)

  1. Warum dieser Mailversand von AVM Push Service genannt wird kann ich auch nicht erklären…

  2. Manuell. Von Hand. Da ist noch Optimierungspotential vorhanden…

  3. Das macht umgerechnet knapp 353 double-layer DVDs oder immerhin noch 60 double-layer BlueRays

  4. Dazu muss man sich ja auch noch den mobilen Traffic rechnen…

  5. Und rein internen

Schickere Fußnoten mit Octopress

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Ich mag Fußnoten1. Ich mag es, Sie einfach schreiben zu können und sie hübsch sortiert am Ende meiner Texte zu wissen.

Ich mag es aber auch, sie schick und gut klick- und tapbar auf der Website zu sehen. Zu diesem Zweck kommt hier bigfoot.js2 zum Einsatz3.

Installation von bigfoot.js

Auf der bigfoot.js-Website kann man in einer sehr komfortablen Demo die verschiedenen Stile ausprobieren und herunterladen. Ich hatte hier ganz lange den Default mit den Instaper inspirierten drei Punkten benutzt, schwenkte nun aber auf den Numeric-Stil um. Die für den gewünschten Stil benötigten Dateien kann man sich dann direkt auf der Website herunterladen.

Auf dem folgenden Screenshot kann man die beiden Stile sehr schön betrachten4:

Wenn man dann den Download für den Numeric-Stil heruntergeladen und ausgepackt hat, findet man eine kleine Verzeichnisstruktur vor:

Was dann wo hin muss ist von Webseite zu Webseite unterschiedlich. Hier ist eine hübsch gemachte Anleitung für Jekyll-Blogs. Bei meiner5 auf Octopress basierenden Installation habe ich einfach bigfoot-number.css und bigfoot.min.js in die entsprechenden Verzeichnisse unter source/stylesheets/ und source/javascripts/ kopiert.

Das war es auch schon in Sachen Installation.

Konfiguration von bigfoot.js

Damit die beiden neuen Dateien auch berücksichtigt werden, müssen sie unter source/_includes/custom/head.html noch eingebunden werden:

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<!-- Add BigFoot Footnotes Javascript and CSS -->
<style>@import url("/stylesheets/bigfoot-number.css");</style>
<script type="text/javascript" src="/javascripts/bigfoot.min.js"></script>
<script type="text/javascript">
    jQuery.bigfoot({
    actionOriginalFN: "hide",
    activateOnHover: "true",
    deleteOnUnhover: "true",
    hoverDelay: "500"
    });
</script>
<!-- End BigFoot Footnotes Javascript and CSS -->

Nachdem die beiden Dateien in den Zeilen 2 und 3 dem restlichen System bekannt gemacht wurden folgt dann noch die Konfiguration für die Fußnoten:

  • In Zeile 6 werden die Fußnoten am Ende eines Post ausgeblendet.
  • In den Zeilen 7 und 8 wird festgelegt, dass es ausreicht mit dem Mauszeiger über einer Fußnote zu hovern damit sie angezeigt wird.
  • Und in der Zeile 9 wird die Verzögerung dafür auf eine halbe Sekunde eingestellt.

Das habe ich so nahezu eins zu eins von Uwe Honekamp übernommen.

Hauptseiten-Fix

Ein Problem bleibt.

Gelegentlich schreibe ich eher längliche Posts. Für diese trenne ich durch ein <!-- more --> Tag den Großteil ab, was dazu führt, dass man erst nach einem Klick auf den Weiterlesen → Button den ganzen Post sieht und auf der Hauptseite nur ein Teil des Posts zu sehen ist.

Das führt dann wiederum dazu, dass die Fußnoten für den zu sehenden Teil fehlen und/oder kaputt sind. Nicht so schön.

Anstelle den selben Weg wie Uwe Honekamp zu gehen und einfach immer alle Posts vollständig auf der Startseite anzeigen zu lassen, bin ich dank Syeong Gan dazu übergegangen, die sichtbaren Fußnotenmarker einfach als simple, hochgestellte Zahlen anzuzeigen, die dann eben keine Funktion haben.

Das wird durch das folgende footnotes.rb Plugin erledigt, dass bei mir unter plugins/footnotes.rb liegt:

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# Title: Footnote Liquid Filter
# Author: Syeong Gan
# Description: Liquid filters to modify footnote markup (useful for blog index
#     pages where the same footnote reference may be used multiple times as
#     articles are compiled)
#
# via: http://syeong.jcsg.com/2012/07/07/octopress-footnote-problem/

module FootnoteLiquidFilters
    # Appends a random integer to the footnote reference link
    #     Note, this is a hackish workaround (not foolproof if the same random
    #     happens to be generated twice)
    def rename_footnote_link(input)
        random = rand(100)
        input.gsub(/fn:fn\d+/, '\0-'+"#{random}").gsub(/fnref:fn\d+/, '\0-'+"#{random}")
    end

    # Removes footnote links entirely
    def remove_footnote_link(input)
        input.gsub(/<a .+ rel\=\"footnote\">(\d+)<\/a>/, '\1').gsub(/<a .+ rel\=\"reference\">.+<\/a>/, '')
    end
end

Liquid::Template.register_filter(FootnoteLiquidFilters)

Ich habe es in Zeile 15 minimal angepasst, um meine fn Notation für Fußnoten abzubilden.

Die so eingerichteten neuen Filter rename_footnote_link und remove_footnote_link müssen nun auch noch aufgerufen werden. Das geschieht in der Datei source/_includes/article.html die bei mir nun wie folgt ausschaut:

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{% unless page.no_header %}
  <header>
    {% if index %}
      <h1 class="entry-title"><a href="{{ root_url }}{{ post.url }}">{% if site.titlecase %}{{ post.title | titlecase }}{% else %}{{ post.title }}{% endif %}</a></h1>
    {% else %}
      <h1 class="entry-title">{% if site.titlecase %}{{ page.title | titlecase }}{% else %}{{ page.title }}{% endif %}</h1>
    {% endif %}
    {% unless page.meta == false %}
      <p class="meta">
        {% include post/date.html %}{{ time }}
        {% if site.disqus_short_name and page.comments != false and site.disqus_show_comment_count == true %}
         | <a href="{% if index %}{{ root_url }}{{ post.url }}{% endif %}#disqus_thread">Kommentare</a>
        {% endif %}
      </p>
    {% endunless %}
  </header>
{% endunless %}
{% if index %}
  {% capture excerpted %}{{ content | has_excerpt }}{% endcapture %}
  {% if excerpted == 'true' %}
  <div class="entry-content">{{ content | excerpt | remove_footnote_link }}</div>
    <footer>
      <a rel="full-article" href="{{ root_url }}{{ post.url }}">{{ site.excerpt_link }}</a>
    </footer>
  {% else %}
  <div class="entry-content">{{ content | excerpt | rename_footnote_link }}</div>
  {% endif %}
{% else %}
<div class="entry-content">{{ content }}</div>
{% endif %}

Der Aufruf remove_footnote_link erfolgt in der Zeile 21 für Fußnoten die ausgeblendet werden weil sie hinter einem <!-- more --> Tag verschwunden sind.

Und in Zeile 26 wird der Link für die Fußnoten durch rename_footnote_link durch eine Zufallszahl ergänzt, um möglichst eindeutige Fußnotenlinks für die vollständig auf der Hauptseite abgebildeten Posts zu haben6.

Und damit fahre ich nun schon seit Januar 20147 sehr gut. Zur Nachahmung empfohlen.

  1. Das kommt ziemlich sicher daher, dass ich das Gesamtwerk von Adams und Pratchett verschlungen habe…

  2. Laut eigener Aussage A jQuery plugin for empowering footnotes Inspired by Instapaper. Built for mobile devices and responsive designs. und es verspricht da wirklich nicht zu viel…

  3. Und das bereits seit fast drei Jahren. Man kommt ja zu nichts…

  4. Und es gibt noch einen dritten namens Bottom. Den fand ich aber noch nie sehr ansprechend…

  5. Schon recht gut abgehangenen…

  6. So eindeutig wie rand(100) eben sein kann…

  7. Das ist ja nun wirklich schon eine ganze Weile…

Signal an Alle

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Es sollten viel mehr Leute Signal benutzen.

Signal ist ein Messenger wie WhatsApp oder iMessage oder Threema oder der von Facebook oderoderoder. Kostenlos verfügbar unter iOS und Android.

Mit dem großen Unterschied, dass niemand eure Daten erhebt um mit diesen etwas zu verdienen oder sie irgendwem zur Verfügung zu stellen.

Alle Nachrichten, Bilder und Sprachanrufe werden Ende-zu-Ende verschlüsselt, niemand außer den Teilnehmern kann sie lesen. Entwickelt wurde das Signal-Protokoll von Moxie Marlinspike. Die Sicherheit von Signal wurde geprüft und für gut befunden, Bruce Schneier und fucking Edward Snowden empfehlen die Nutzung. Die App ist sogar sehr schick anzuschauen.

Trotzdem nutzt so gut wie niemand Signal, auf meiner Kontaktliste sind gerade mal fünf Einträge und einer davon bin ich selbst.

Ob es daran liegt, dass die anderen Optionen genutzt werden weil sie eh da sind oder ob WhatsApp bereits eine so große Verbreitung hat dass man es nutzen muss ist im Prinzip egal. Man kann ja klein anfangen und Signal auch installieren.

Dennis vCardDas ist einfach und kostet nichts. Alles was man nach der Installation noch braucht ist eine Telefonnummer als ID1 und das war es auch schon. Falls ihr meine ID braucht, nehmt einfach meine vCard mit. Wenn ihr mir eure schicken möchtet könnt ihr euren eigenen Eintrag aus eurem Adressbuch an mich schicken. Schon fertig!

Und nach diesem einfachen Schritt 1 folgt der einfache Schritt 2:

Wir benutzen einfach Signal primär. Das ist gut für uns alle, wir verlieren nichts und es gibt mehr verschlüsselte Kommunikation im Netz. Das hilft dann auch dem nächsten Edward Snowden gutes zu tun.

(via: vowe.net)

  1. Das Verfahren hat auch WhatsApp sehr erfolgreich gemacht…

Telefonieren via WLAN mit dem iPhone

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Seitdem iOS 10 im September veröffentlicht wurde gibt es für Telekomkunden mit einem iPhone1 ein ausgesprochen praktisches, neues Feature: WLAN-Anrufe.

Diese Funktion bewirkt, dass das Telefon bei schlechter oder fehlender Mobilfunknetzverbindung trotzdem Anrufe empfangen und aufbauen kann, solange es per WLAN mit dem Internet verbunden ist.

An weiteren Voraussetzungen braucht man nur noch die aktuellsten Netzbetreibereinstellungen2 und ein iPhone 5c oder neuer. Dann kann man das Feature unter Einstellungen → Telefon → WLAN-Anrufe anknipsen:

Wie auf dem Screenshot oben zu sehen, werden bei einem WLAN-Anruf die Stadt und das Land in dem man sich befindet an den Netzbetreiber übertragen3. Wem das nicht gefällt, kann das auch unter Einstellungen → Datenschutz → Ortungsdienste → Systemdienste → WLAN-Anrufe abschalten.

In meinem Falle musste ich außerdem noch die kostenlose Tarif-Option VoLTE und WLAN Call im Telekom Kundencenter aktivieren. Und das war es dann auch schon. Was macht man also nun damit?

Telefonieren im Keller

Die erste praktische Auswirkung dieses Features ist nun, dass ich zuhause im Keller4 bei null Mobilfunkempfang trotzdem mit dem iPhone telefonieren kann. Die Provider-Anzeige wechselt dann schlicht von Telekom.de zu WLAN Call. Es sind keine weiteren Einstellungen zu tätigen, das funktioniert einfach so™.

Telefonieren weltweit ohne Roamingkosten

Weil das ganze über das Internet funktioniert kann man sich mit einem beliebigen WLAN verbinden und hat das Feature aktiviert. Dabei ist es egal ob das WLAN sich zuhause im Keller befindet oder irgendwo auf dem Planeten. Am Pool auf Ibiza, im Café in Paris, im Restaurant in New York: Überall kann man mit der gewohnten Telefonnummer anrufen und angerufen werden.

Dabei entstehen überhaupt keine Roamingkosten. Wenn der WLAN-Zugang nichts kostet, bezahlt man nichts dafür. Es ist mithin umsonst. Wahnsinn.

Telefonieren ohne Telefon

Einen Aspekt unterstützen die deutschen Mobilfunkanbieter aber noch nicht: Das Telefonieren ohne Telefon.

Schon seit der Einführung von Continuity mit OS X 10.10 Yosemite und iOS 8.1 anno 2015 kann man ein in der Nähe befindliches iPhone von einem anderen Apple-Gerät aus zum telefonieren benutzen. In der Nähe bedeutet hier im wesentlichen im selben Netzwerk.

Mit der Einführung von WLAN Call geht das ganze nun aber einen Schritt weiter. Da das Telefonieren dann ohnehin über eine Internetverbidung abgewickelt wird, können im Prinzip beliebige Geräte einen Anruf aufbauen oder annehmen, ohne das irgendwo ein Mobilfunkempfang vorhanden sein muss. Selbst dann, wenn das iPhone ganz woanders oder ausgeschaltet ist. Praktisch ist das bei Apple auf die folgenden Geräte beschränkt, auf denen man dann noch mit dem selben iCloud-Account angemeldet sein muss:

  • iPad oder iPod touch mit iOS 9 oder neuer
  • Apple Watch mit watchOS 2 oder neuer
  • Mac (2012 oder neuer) mit OS X 10.11 El Capitan oder neuer

Das Feature wird bei Apple WLAN-Anrufe auf unterstützten, mit iCloud verbundenen Geräten genannt und steht aktuell erst bei einigen wenigen Providern in den USA zur Verfügung.

Es wird sich also lohnen, diese WLAN Call Seite der Telekom im Auge zu behalten…

(via: FAUmac)

  1. Für Kunden von Vodafone und O2 gibt es das selbe Feature seit Ende Oktober mit iOS 10.1

  2. Die werden in der Regel automatisch installiert, bei der Telekom funktioniert das ab der Version 25.1

  3. Das selbe passiert aber auch, wenn man über das Mobilfunknetz telefoniert…

  4. Dort befindet sich mein Arbeitszimmer. In diesem steht eine TimeCapsule und versorgt den Keller mit WLAN…

QuickLinks vom 26. August bis zum 10. November

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Meine pinboard.in-Links vom 26. August bis zum 10. November:

  • MWeb - is a pro Markdown writing, note taking and static blog generator App.
  • PiBakery - The key feature of PiBakery is the ability to create a customised version of Raspbian that you write directly to your Raspberry Pi. This works by creating a set of scripts that run when the Raspberry Pi has been powered on, meaning that your Pi can automatically perform setup tasks, and you don’t need to configure anything.
  • TabLinks - gathers all of the link information from every open Safari tab and presents them for copying based on a user-defined template.
  • speedata Publisher - is a full featured professional database publishing software. It is comparable to XSL-FO, but with much more flexibility. Think of it as a “server side InDesign”.
  • SecLists - is the security tester’s companion. It is a collection of multiple types of lists used during security assessments. List types include usernames, passwords, URLs, sensitive data grep strings, fuzzing payloads, and many more.
  • flickr cc attribution bookmarklet maker - Makes attributing flickr creative commons photos a simple cut and paste operation
  • Syncthing - replaces proprietary sync and cloud services with something open, trustworthy and decentralized. Your data is your data alone and you deserve to choose where it is stored, if it is shared with some third party and how it’s transmitted over the Internet.
  • Oh, shit, git! - Git is hard: screwing up is easy, and figuring out how to fix your mistakes is fucking impossible. Git documentation has this chicken and egg problem where you can’t search for how to get yourself out of a mess, unless you already know the name of the thing you need to know about in order to fix your problem. So here are some bad situations I’ve gotten myself into, and how I eventually got myself out of them in plain english.
  • Twelve South Dual-Screen Backgrounds - Awesome dual-screen background collections from Twelve South.
  • Rocket - Slack-style emoji everywhere on your Mac

20 Jahre Mobiltelefonie

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Mobiltelefonie an sich gibt es natürlich schon etwas länger als 20 Jahre. Ich fand es aber reizvoll, einmal auf meine persönlichen zwei Jahrzehnte zurückzublicken, in denen ich ein Telefon2 trage. Hier die chronologische Auflistung der verwendeten Geräte von 1996 bis 2016.

T-Com Scall ONE (1994)

Ok, das war 1994 aber ein Scall ist ja auch kein Telefon sondern ein Pager. Der Usecase war damals auch nicht viel klarer als heute3 und gäbe man einem 2016er Teenager einen Scall, er würde das Teil in Sachen mobiler Kommunikation vermutlich für ungeeignet erklären.

Im wesentlich wunderte man sich damals, wenn das kleine Kästchen dann doch mal piepste. Dafür war die Akkulaufzeit so richtig gut. Und lila war damals auch irgendwie hip. Meine ich mich zu erinnern…

Siemens S3 com (1996)

Ja, hier handelt es sich offenbar um ein Telefon. Sogar eines, das SMS beherrscht. Ich kann mich gut entsinnen, dass mir deutlich eingeschärft wurde, mich am Telefon kurz zu fassen. Die Akkulaufzeit und die Gesprächsqualität waren nicht so der Brüller, das hat dabei schon geholfen…

Erhalten habe ich das S3 als abgelegtes Gerät von meinem Vater, den Mobilfunk Vertrag ebenso. Das war nett von ihm.

Alcatel HC 400 (1997)

Das Alcatel war etwas breiter und dünner als das S3, ansonsten weiß ich eigentlich nur noch, dass das Display und die Tasten richtig schlecht waren…

Bosch Com 607 (1997)

Das war ein richtig gutes Telefon. Gut zu bedienen, toll beleuchtetes Display und, ganz wichtig, die mobilen Gegenstellen wurden 1997 deutlich zahlreicher… Das Bosch ist leider einer etwas ausschweifenden Party zum Opfer gefallen und wurde daher noch im selben Jahr ersetzt durch das folgende Gerät.

Bitte einmal klicken…

QuickLinks vom 31. Mai bis zum 13. August

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Meine pinboard.in-Links vom 31. Mai bis zum 13. August:

  • hey-siri.io - is a list of German and English voice commands of what Siri can do for you.
  • CursorSense - is an application that adjusts cursor acceleration and sensitivity. By adjusting both values, you can move the cursor just like you move your hand. All mice and trackpads are supported.
  • reminders-cli - is a simple CLI for interacting with OS X reminders.
  • ssmtp - is an extremely simple MTA to get mail off the system to a mail hub.
  • bug.n - is a tiling window manager add-on for Microsoft Windows. It is written in the scripting language AutoHotkey.
  • swiss - is a Unix multitool that runs on Windows and Minoca OS. It is a single binary that contains many of the basic core POSIX utilities, including a Bourne shell (sh), cp, mv, sed, and many more.
  • fzf-marks - This tiny script, inspired by zshmarks, can be used to create, delete, and navigate marks in Bash and Zsh. It is based on the command-line fuzzy-finder fzf written by Junegunn Choi. Although the script is very short and simple, it is very convenient and can very quickly become an important part of your workflow.
  • Gogs - (Go Git Service) is a painless self-hosted Git service. The goal of this project is to make the easiest, fastest, and most painless way of setting up a self-hosted Git service. With Go, this can be done with an independent binary distribution across ALL platforms that Go supports, including Linux, Mac OS X, Windows and ARM.
  • Raspberry-remote - Control remote sockets with the Raspberry Pi, features a webinterface. Uses RCSwitch and wiringPi.
  • FlipClock.js - Use as a clock. Use as a timer. Use as a countdown. Themeable using pure CSS. Clean & Dry Syntax. Abstract everything into reusable objects. Full-Featured Developer API to create custom “Clock Faces”.