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Elendsvoyeurismus im deutschen Fernsehen

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Es gibt ja schon viel Schrott im deutschen TV. Ich persönlich war bis vor einigen Minuten am meisten von den Formaten angewidert, in denen drei Jugendliche um einen Ausbildungsplatz wetteifern müssen. Das ganze kann aber immer noch mühelos getoppt werden:

Das Konzept, mit dem plakativen Namen “Geld zu Verschenken”, geht etwa so: man castet sich über solche Anzeigen ein paar notleidende Menschen zusammen. Die dürfen sich dann, getrieben von der Aussicht auf den Gewinn von 5000 Euro, einmal komplett exhibitionieren und erklären, warum gerade sie besonders bedürftig sind. Dann nimmt man sich eine Gruppe behüteter Gymnasialschüler und lässt sie entscheiden, welches der drei auf möglichst telegenes Notleiden zurechtgecasteten Opfer die 5000 Euro bekommt. Die Bedürftigen brauchen das Geld für eine Therapie, einen lange ersehnten Urlaub oder ähnliches. Verkauft wird das dann den Eltern als eine Aktivität, bei der die Schüler lernen, Verantwortung zu zeigen, Entscheidungen zu treffen und mit der realen Not da draussen konfrontiert zu werden.

Die ganze Story gibt es bei Frank.

Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte…

(via: Fefe)

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