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Desktop-Gadgets

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Ich bestreite mein Zeug am Computer immer mehr mit spezialisierten kleinen Programmen. Viele Leute benutzen für alles was es online zu tun gibt einen Browser. Für alles, von der Email über das verwalten der Bookmarks bis hin zu Fotos wird alles in einem Browser Fenster erledigt.

Browser sind so ziemlich die vielseitigsten Programme die sich auf den heutigen Computern tummeln. Zumindest bis man eine Shell findet… Aber dazu dann gleich.

Ich beobachte an mir selber einen unixoiden Ansatz. Ich nutze soweit es geht für jede Aufgabe ein spezielles, kleines, schlankes Programm das zwar nicht so viel kann wie ein Browser, aber dafür seine spezielle Aufgabe sehr gut erfüllt.

Und weil diese Programme mich zu einem happy Camper machen wollte ich diesen großartigen Perlen der Programmierkunst mit diesem Post die Ehre erweisen. Ausserdem wir das hier der erste Post mit extended content, also klick weiter…

ecto

ecto ist der Weblogeditor meiner Wahl. In ecto schreibe ich gerade dieses Posting auf meinem Desktop und kann alle Vorzüge nutzen die diese Umgebung mir gegenüber einem “dummen” Textfeld im Browser bietet. Die integrierte Rechtschreibprüfung ist nur einer der offensichtlichen Vorteile. Es gibt eine Vorschaufunktion, man kann seinen Postings Kategorien und Tags zuweisen, man kann Entwürfe speichern und später weiterbearbeiten, Dateien lassen sich per Drag n´ Drop einbinden, iPhoto und iTunes Funktionen sind integriert, und, und, und…

Es gibt einen WYSIWYG-Modus für Leute die ganz unkompliziert bloggen wollen ohne HTML zu lernen. Genauso kann man sich aber den Quelltext anzeigen lassen oder, wie ich, direkt in Markdown (oder Textile) schreiben.

Die Backend Web-Oberfläche von typo ist zwar eine der besten die ich je gesehen habe und strotzt nur so vor geAJAXtem Eyecandy wie einer Livevorschau der Blogeinträge, aber auch eine sehr, sehr gute Weboberfläche kommt (noch) nicht an eine fantastische Desktop-Applikation heran.

Man kann sich den Unterschied zum Textfeld klar machen wenn man einen Webmailer mit einem Mailprogramm vergleicht. Es ist einfach ungleich komfortabler und angenehmer zu benutzen…

ecto ist Shareware für 15,78 € und auch für Windows erhältlich.

Mail.app

Der Apple eigene Mailer musste schon von vielen Seiten harsche Kritik einstecken. Unter anderem von mir…

Aber seit sich die web.de Verschlucker gelegt haben versieht Mail.app seinen Dienst klaglos. Es sortiert meine Mails nach Regeln vor, filtert Spam markiert farbig, bietet Suchen per Spotlight und integriert sich (was ein Wunder…) toll in das restliche Mac OS X.

Von Zeit zu Zeit denke ich drüber nach den Spamfilter mit SpamSieve zu unterstützen, oder einen SpamAssassin zu aktivieren.

Abgesehen davon ist das ein tolles Mailprogramm.

NetNewsWire

Was soll man dazu noch sagen?

Der RSS-Reader.

Versorgt mich mit News aus einer Unzahl an Quellen und ordnet mir die Info-Flut in Ordner, sucht nach Schlüsselwörtern, abonniert Technorati-Tags und synct seinen Status der gelesenen/geflaggten News und sogar die Browser-Tabs per FTP oder .Mac auch zu anderen Macs.

In der Tat surfe ich mittlerweile mehr mit NetNewsWire als mit Safari.

Eins der besten, wenn nicht sogar das Programm was unter Mac OS X den meisten Spaß macht.

NetNewsWire ist Shareware für 24,95 $. Eine Lite Version ist für umsonst zu haben. Mac OS X only.

1001

1001 benutze ich (noch) nicht wirklich ausgiebig. Mit 1001 kann man seine Flickr Fotos bequem vom Desktop aus verwalten.

Es sagt Bescheid wenn interessante Sachen auf Flickr hochgeladen werden und man kann natürlich den eigenen Fotostream damit füttern. Ausserdem ist es möglich Flickr Fotos direkt per “Blog This” Button aus 1001 an ecto zu schicken und dort wieder zu bearbeiten und an das eigene Blog zu schicken… Ausserdem kann man Flickr Streams in einen Bildschirmschoner schicken lassen.

1001 ist zur Zeit eine kostenlose Beta und läuft bis zum ersten Dezember 2005. Mac OS X only.

Cocoalicious

del.icio.us auf dem Mac Desktop.

Web basierte social Bookmarks mit all der Mac-goodness in Brushed Metal gegossen. Schneller kann man seine Tags nicht sortieren, gruppieren und nutzen. Ausser man schaut sich diesen Screencast an und integriert cocoalicious in NetNewsWire und postet direkt von RSS in den eigenen del.icio.us Link-Stream ohne einen Browser zu öffnen. It´s a geeky way of life…

Cocoalicious ist Open Source und Mac OS X only.

Schluss

Vor allem die beiden letzten Beispiele zeigen wie sehr diese Apps auf eine Art und Weise ineinander greifen, die sehr an Pipes (sowas hier: |) unter Unix/Linux erinnern. IMHO eine sehr elegante Art Programme miteinander zu kombinieren.

Ich bin sehr froh das ich per SquirrelMail immer an meine Mails kommen kann wenn ich nur einen Browser habe. Social Bookmarks im Web sind fantastisch. Flickr rockt! Aber am besten kommen diese Dienste zur Geltung wenn ich sie mit Desktop Tools benutzen und verwalten kann.

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