Klappentexte wie sie sein sollen

Ich lese ja alles an einem Buch, auch auf welchem Papier es gedruckt wurde, welcher Auflage das vorliegende Exemplar entstammt und so weiter…

Und gerade finde ich im Klappentext von Macht und Rebel den folgenden Hinweis:

Personen und Handlungen dieses Romans sind frei erfunden. Sollten sich bei der satirischen Darstellung gesellschaftlicher Verhältnisse Ähnlichkeiten mit der realen Welt ergeben, so bedauert der Verlag weniger die Form der Darstellung, als den Zustand der realen Welt.

Jetzt bin ich ja mal sehr auf den Rest gespannt…

QuickLinks vom 9. Juli bis zum 13. Juli

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QuickLinks vom 2. Mai bis zum 6. Mai

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Von Laien regiert

Wir fordern die Bundesregierung auf, die durch die Listen offensichtlich bekannten illegalen Websites zu schließen und ihre Urheber bzw. Betreiber strafrechtlich zu verfolgen. Wir lehnen Internetsperren ab, die ob ihrer Intransparenz und technischen Zweifelhaftigkeit eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland sind. Wir fühlen uns durch die von Fachleuten wiederholt in Frage gestellten Zahlen und Fakten, die das Familienministerium kommuniziert, als wählende Bürger belogen. Wir halten Wahlkampf-Taktiken und politischen Populismus für äußerst unangemessen, wenn es um die Bekämpfung des Verbrechens der Gewalt an Minderjährigen gehen soll.

Aus der Spreeblick Protestseite.

Besser könnte ich es kaum sagen, daher nur der Fullquote und ein sehr, sehr schlechtes Gefühl im Bauch. Wer weiss schon ob die Laien nicht doch eiskalt kalkulieren

Stay alert…

QuickLinks vom 7. April bis zum 9. April

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Elendsvoyeurismus im deutschen Fernsehen

Es gibt ja schon viel Schrott im deutschen TV. Ich persönlich war bis vor einigen Minuten am meisten von den Formaten angewidert, in denen drei Jugendliche um einen Ausbildungsplatz wetteifern müssen. Das ganze kann aber immer noch mühelos getoppt werden:

Das Konzept, mit dem plakativen Namen “Geld zu Verschenken”, geht etwa so: man castet sich über solche Anzeigen ein paar notleidende Menschen zusammen. Die dürfen sich dann, getrieben von der Aussicht auf den Gewinn von 5000 Euro, einmal komplett exhibitionieren und erklären, warum gerade sie besonders bedürftig sind. Dann nimmt man sich eine Gruppe behüteter Gymnasialschüler und lässt sie entscheiden, welches der drei auf möglichst telegenes Notleiden zurechtgecasteten Opfer die 5000 Euro bekommt. Die Bedürftigen brauchen das Geld für eine Therapie, einen lange ersehnten Urlaub oder ähnliches. Verkauft wird das dann den Eltern als eine Aktivität, bei der die Schüler lernen, Verantwortung zu zeigen, Entscheidungen zu treffen und mit der realen Not da draussen konfrontiert zu werden.

Die ganze Story gibt es bei Frank.

Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte…

(via: Fefe)

Organe zu verschenken?

Also, wenn ich meine mal nicht mehr brauche und die noch für jemand anderen von Nutzen sein können, dann darf der die ruhig haben. Deshalb habe ich auch seit Jahr und Tag einen Organspenderausweis mit mir herum getragen.

Alter Organspender Ausweis

Und da der ja doch schon ein bisschen mitgenommen ausschaut1 habe ich mir einfach online einen neuen ausgefüllt und ausgedruckt. Wer mag kann sich auf der gleichen Seite auch einen Ausweis im Klappkartenformat bestellen. Ausserdem kann man auch Ausnahmen bezüglich der Organe machen die man zur Spende zulässt.

Eine ausgesprochen sinnvolle Sache wenn ihr mich fragt, daher: Weitersagen.

(via: Robert Basic)

  1. und die Adresse auch gar nicht mehr aktuell ist []

QuickLinks vom 28. April bis zum 9. Mai

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Freispruch für das Ferkelbuch

Das Buch das 48 Kommentare auf instant-thinking nach sich zog, ist heute von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften freigesprochen worden.

Offenbar hat es sich ausgezahlt, dass die „Buchmacher” in einer 68-seitigen Verteidigungsschrift den aufklärerischen Charakter des Buches detailliert dargelegt hatten. „Alles andere als ein Freispruch wäre ein Skandal gewesen!”, sagte Autor Michael Schmidt-Salomon nach der Urteilsverkündung. „Eine offene Gesellschaft kann es sich nicht leisten, religiöse Gefühle unter Denkmal-Schutz zu stellen. Dies würde zu einer gefährlichen Unterhöhlung der Streitkultur der Aufklärung führen.” Illustrator Helge Nyncke wertete den Urteilsspruch als „Sieg des gesunden Menschenverstandes über das religiöse Scheuklappendenken”: „Ich bin sehr erleichtert – jetzt darf endlich ganz offiziell in unseren Kinderbüchern auch über Religion wieder nachgedacht und gelacht werden.”

(via: humanistischer Pressedienst)

Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel

Ferkelbuch CoverSo der Titel eines religionskritischen Kinderbuchs.

In der Geschichte leben das kleine Ferkel und der kleine Igel in purem Glück, bis sie eines Tages ein Plakat sehen auf dem steht: “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machen sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen…

Das Buch kam im Oktober 2007 heraus und belegt in den Amazon Buch-Verkaufscharts derzeit1 den ersten Platz. Ich vermute mal das ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass das Bundesfamilienministerium dieses Buch nun auf den Index setzen lassen will.

Meldung des Humanistischen Pressedienstes vom 29.01.08 auf der Website zur Rettung des Buches, ferkelbuch.de:

(…) So urteilte der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Buch sei „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll”. Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wird die mündliche Verhandlung Anfang März stattfinden. Der Verlag und die Autoren wehren sich entschieden gegen die Vorwürfe des Ministeriums und sprechen von politischer Zensur: Der Indizierungsantrag sei ein durchsichtiger Versuch, Religionskritik aus den Kinderstuben zu verbannen. Man werde diesen „Anschlag auf die Meinungsfreiheit” nicht hinnehmen, heißt es. (…)

Und warum auch?

Sollen Kinder etwa nichts davon hören dass Atheismus etwas sehr gesundes ist? Sollen Kinder lieber schon frühzeitig mit salbungsvollen, religiösen Schriften davon abgebracht werden selbständig und kritisch zu denken?

Bevor man solche, geradezu kreationistisch inspiriert anmutenden, Aktionen veranstaltet, sollte man doch fairerweise auch die Bibel, den Koran und die Thora2 einer genauen Untersuchung im Bezug auf den Jugendschutz unterziehen3. Was im alten Testament abgeht, lässt die allseits beliebten “Killerspiele” in jeder Hinsicht alt aussehen.

Ich habe mir das Buch jedenfalls gerade bestellt, wer weiss wie lange es in diesem unseren Lande noch zu kaufen ist…

(via: isotopp)

  1. 01. Februar 2008 []
  2. wo wir gerade dabei sind, machen wir doch ne runde Zahl draus und prüfen die “Bild” auch einmal durch… []
  3. und im Anschluss vielleicht nur noch mit solchen Stickern verkaufen… []