Die gute alte Zwischenablage ist so gut wie jedem Computernutzer bekannt. Bücher wurden über ihre Auswirkungen geschrieben und Geräte ohne diese Funktion werden von ihren Usern als unvollständig angesehen.
Für Heavy User stellt sich dann aber immer wieder das Problem ein, dass nur ein einziges Objekt in der Zwischenablage nicht immer ausreicht. So springt1 man, begleitet von den Tasten Ctrl bzw. Command und ihren guten Freunden X, C und V, des öfteren zwischen Applikationen hin und her um verschiedenste Blöcke sinvoll zu cutcopypasten bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.
Unter OS X gibt es ein paar schöne Stücke Software die einem das Leben mit dem Clipboard sehr erleichtern:
JumpCut
Jumpcut loggt alles mit was man in die Zwischenablage legt und gewährt über einen konfigurierbaren Shortcut2 Zugriff auf diese Historie. In einem hübschen Bezel-Interface kann man dann per Tastatur durch die Geschichte der Zwischenablage navigieren und per Enter das gewünschte einfügen. Ansonsten hält sich JumpCut dezent im Hintergrund und belegt nur einen kleinen Platz in der Menüleiste.
pbcopy / pbpaste
Vor allem Konsolenjockeys werden das Duo pbcoby und pbpaste als hilfreich empfinden.
Über diese beiden Programme ist es möglich, mit der Zwischenablage über simple Pipes zu kommunizieren.
~ > echo "Hello World!" | pbcopy
~ > pbpaste
Hello World!
pbcopy liest dabei von STDIN und pbpaste schreibt nach STDOUT. So ist es auch möglich, Befehle auf entfernten Hosts auszuführen und die Ausgabe in die lokale Zwischenablage zu bekommen.
~ > ssh cube "hostname && uptime" | pbcopy
~ > pbpaste
cube.home.xx
19:00 up 26 days, 4:40, 1 user, load averages: 0.39 0.32 0.41
Shadow
Shadow ist gerade in Public Beta3 und funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie JumpCut. Shadow kann auch mehrere Clipboards verwalten und diese ausserdem über einen Bonjour-Service im lokalen Netzwerk zur Verfügung stellen. So kann man ein Clipboard von mehreren Macs aus nutzen. Das ist besonders für Teams nützlich, aber auch sicherlich für einzelne Anwender von mehreren Macs4.
Das Interface ist auch sehr schick, aber um direkt den Inhalt aus einem Clipboard zu pasten muss man Shift-Enter drücken. Ein einfaches Enter verschiebt das ausgewählte Objekt nur wieder an die erste Stelle des System-Clipboards…
Neben diesen drei Programmen gibt es noch einige weitere Helferlein rund um die Mac OS X Zwischenablage und ich bin mir sicher dass es ähnliches auch für Linux und Windows gibt.
Ich verwende derzeit Shadow, sehne mich aber nach der Einfachheit des JumpCut-Bezels. Für die bei mir eher seltene Notwendigkeit ein Stück aus der Zwischenablage an einen anderen Rechner zu schicken, reicht eigentlich auch der Weg über die Shell aus. Das hat ausserdem den Vorteil, dass auch Linux-Hosts an die Inhalte gelangen können.

















4 Kommentare ↓
Ich setze seit längerem Corkboard ein. Ist ein bisschen Eyecandy mit der freien Ablage. Zum einen hat man die History und zum anderen lassen sich hier auch Inhalte dauerhaft ablegen, was mir damals bei JumpCut gefehlt hat.
Dafür hat es leider keinen Austausch zwischen Systemen und kostet auch ein wenig.
Ah, Corkboard. Das kannte ich noch gar nicht. Schaut sehr schick aus und 8 € ist ja jetzt auch nicht soo teuer…
Überhaupt scheint es sehr viele gute Copy & Paste Tools zu geben. Dieses Pastebot liest sich ja auch sehr interessant…
So viele Tools, so wenig Zeit. Es ist ganz schrecklich.
Also Pastebot rockt auf dem iPhone schonmal. Bisher bin ich leider noch nicht dazu gekommen den Desktop-Client auszuprobieren. Aber ich nehme mir das mal für heute vor und berichte dann.
Ok, habe mal eben prokrastiniert und damit rumgespielt. Ist auch recht schick und in einigen Momenten sicher ganz praktisch.
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