Elendsvoyeurismus im deutschen Fernsehen

Es gibt ja schon viel Schrott im deutschen TV. Ich persönlich war bis vor einigen Minuten am meisten von den Formaten angewidert, in denen drei Jugendliche um einen Ausbildungsplatz wetteifern müssen. Das ganze kann aber immer noch mühelos getoppt werden:

Das Konzept, mit dem plakativen Namen “Geld zu Verschenken”, geht etwa so: man castet sich über solche Anzeigen ein paar notleidende Menschen zusammen. Die dürfen sich dann, getrieben von der Aussicht auf den Gewinn von 5000 Euro, einmal komplett exhibitionieren und erklären, warum gerade sie besonders bedürftig sind. Dann nimmt man sich eine Gruppe behüteter Gymnasialschüler und lässt sie entscheiden, welches der drei auf möglichst telegenes Notleiden zurechtgecasteten Opfer die 5000 Euro bekommt. Die Bedürftigen brauchen das Geld für eine Therapie, einen lange ersehnten Urlaub oder ähnliches. Verkauft wird das dann den Eltern als eine Aktivität, bei der die Schüler lernen, Verantwortung zu zeigen, Entscheidungen zu treffen und mit der realen Not da draussen konfrontiert zu werden.

Die ganze Story gibt es bei Frank.

Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte…

(via: Fefe)

7 Kommentare ↓

#1 Terrorhexe am 10.09.08 um 19:01

Da waren ja mal wieder äußerst kreative Köpfe am Werk…Also ich bin mal wieder für ne Runde Ruck Zuck :-P

#2 Nanuk am 10.09.08 um 21:17

ROW ROW FIGHT THE POWAH

#3 Schwiedel am 11.09.08 um 02:18

du hast recht, absoluter schwachsinn… Weiss schon, warum ich mir nur noch Simpsons anschaue….Futurama läuft ja leider nicht mehr ;-)

#4 King of Katernberg am 11.09.08 um 07:37

Die Produzenten solcher Shows sind definitiv die ersten, die an die Wand gestellt werden, wenn die Revolution kommt.

#5 hdamok am 14.09.08 um 19:04

the only solution… is revolution

#6 Terrorhexe am 03.11.08 um 15:45

So, wie ichs gerade in der Vorschau gesehen hab, fängt diese komische Sendung noch diesen Monat auf VOX an…

#7 der Dennis am 04.11.08 um 07:59

Terrorhexe: Unfassbar, da stehts tatsächlich:

“Eine Schulklasse in sozialer Mission (…)”, bah sind die widerlich.

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