Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel

Ferkelbuch CoverSo der Titel eines religionskritischen Kinderbuchs.

In der Geschichte leben das kleine Ferkel und der kleine Igel in purem Glück, bis sie eines Tages ein Plakat sehen auf dem steht: “Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machen sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen…

Das Buch kam im Oktober 2007 heraus und belegt in den Amazon Buch-Verkaufscharts derzeit1 den ersten Platz. Ich vermute mal das ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass das Bundesfamilienministerium dieses Buch nun auf den Index setzen lassen will.

Meldung des Humanistischen Pressedienstes vom 29.01.08 auf der Website zur Rettung des Buches, ferkelbuch.de:

(…) So urteilte der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Buch sei „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll”. Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wird die mündliche Verhandlung Anfang März stattfinden. Der Verlag und die Autoren wehren sich entschieden gegen die Vorwürfe des Ministeriums und sprechen von politischer Zensur: Der Indizierungsantrag sei ein durchsichtiger Versuch, Religionskritik aus den Kinderstuben zu verbannen. Man werde diesen „Anschlag auf die Meinungsfreiheit” nicht hinnehmen, heißt es. (…)

Und warum auch?

Sollen Kinder etwa nichts davon hören dass Atheismus etwas sehr gesundes ist? Sollen Kinder lieber schon frühzeitig mit salbungsvollen, religiösen Schriften davon abgebracht werden selbständig und kritisch zu denken?

Bevor man solche, geradezu kreationistisch inspiriert anmutenden, Aktionen veranstaltet, sollte man doch fairerweise auch die Bibel, den Koran und die Thora2 einer genauen Untersuchung im Bezug auf den Jugendschutz unterziehen3. Was im alten Testament abgeht, lässt die allseits beliebten “Killerspiele” in jeder Hinsicht alt aussehen.

Ich habe mir das Buch jedenfalls gerade bestellt, wer weiss wie lange es in diesem unseren Lande noch zu kaufen ist…

(via: isotopp)

  1. 01. Februar 2008 []
  2. wo wir gerade dabei sind, machen wir doch ne runde Zahl draus und prüfen die “Bild” auch einmal durch… []
  3. und im Anschluss vielleicht nur noch mit solchen Stickern verkaufen… []

54 Kommentare ↓

#1 Nanuk am 01.02.08 um 15:54

“Sollen Kinder etwa nichts davon hören dass Atheismus etwas sehr gesundes ist?”

Vieleicht weil es nicht stimmt? Da kommst du auch noch drauf.Spätestens wenn du das erste mal in deinem Leben schwer krank warst.Ich Zitiere mal meinen Opa : “Im Schützengraben hab ich beten gelernt”

#2 Nanuk am 01.02.08 um 16:25

“Und bei mir, der ich als humanistischer Philosoph ganz wesentlich durch säkulare Juden wie Freud, Einstein, Marx oder Erich Fromm geprägt bin, sind die Damen und Herren des Ministeriums nun wirklich an der falschen Adresse gelandet!”

Naja so Sekular war Fromm nun auch nicht.Da muss er nochmal nachlesen der werte Herr.Wenn jemand ein Buch über Shintoismuss und Psychoanalyse schreib bzw einen Essay ist es bis zum Atheismuss aber noch ne halbe Weltreise…

#3 der Dennis am 01.02.08 um 16:39

“Im Schützengraben hab ich beten gelernt”

Und was hat der Opa von jemand anderem im Schützengraben gegenüber getan? Und was hat es beiden gebracht?

Für welche Seite soll sich die göttliche Macht denn da entscheiden wenn aus allen Schützengräben der Welt gleichzeitig Gebete dringen?

Ich denke auch nicht dass ich bei schwerer Krankheit plötzlich religiös würde. Was sollte das mir oder sonst wem bringen? Trost? Heilung etwa?

Über Fromm weiss ich nur was in der Wikipedia steht, ich habe keines seiner Werke gelesen. Da kann ich also nicht viel zu sagen…

#4 Nanuk am 01.02.08 um 16:53

“Ich denke auch nicht dass ich bei schwerer Krankheit plötzlich religiös würde. Was sollte das mir oder sonst wem bringen? Trost? Heilung etwa?”

Willkommen in der Welt des Kapitals… Was soll mir das bringen… kopfschüttel etwas das man nicht kaufen kann Seelenfrieden.

#5 Nanuk am 01.02.08 um 16:55

Ach übrigens wenn jemand die Bibel beim Wort nimmt selbst wenn er sie Zerreist ist nicht besser alls der Mullah der die Hände abhackt weil es im Koran steht.

#6 Nanuk am 01.02.08 um 17:06

“Und was hat der Opa von jemand anderem im Schützengraben gegenüber getan? Und was hat es beiden gebracht? Für welche Seite soll sich die göttliche Macht denn da entscheiden wenn aus allen Schützengräben der Welt gleichzeitig Gebete dringen? “

Weist du es hilft einem Mensch zu bleiben.Das wuste auch Fromm als er über die Zeugen Jehovas in den KZs schrieb sie waren dank ihres glaubens eine moralische Instanz soweit das unter diesen Unmenschlichen bedingungen möglich war.Zb haben sie nie gestohlen.

#7 henteaser am 01.02.08 um 17:54

@ Nanuk: “Im Schützengraben hab ich beten gelernt” ist ja wohl einer der dümmsten Sprüche. Auf dem zweiten Platz gefolgt von der Bemerkung, dass ‘das Kapital’ schuld am fehlenden Seelenfrieden ist.

Schon möglich, dass es auch psychisch ausgeglichene Menschen gibt, die an unsichtbare WeltenlenkerInnen glauben. Doch deinen Opa trieb, wie so viele, erst Angst und Bedrängnis in den ‘Glauben’.

Und mit Glauben meine ich hier eine selbstsüchtige Hoffnung darauf, dass mehr vom Instant-Gläubigen übrigbleibt als (1) der Leichnam, dessen Moleküle wieder in den Kreislauf der Natur eingehen und (2) die durch eigene Handlungen ausgelösten und sich seitdem durch die zukünftige Menschheitsgeschichte fortsetzenden Ereignisketten.

Ist natürlich viel toller, eine unsterbliche Seele gen Paradies zu schicken, als zu Lebzeiten nützlich für die Mitmenschen gewesen zu sein. Und sei es auch nur, indem man den Dienst an der Waffe auch unter Todesgefahr verweigert.

#8 der Dennis am 01.02.08 um 18:22

@nanuk:

“Willkommen in der Welt des Kapitals… Was soll mir das bringen… kopfschüttel etwas das man nicht kaufen kann Seelenfrieden.”

Ich sehe, wie henteaser schon bemerkte, keine Verbindung zu Kapital in meiner Ausführung. Wo soll er denn her kommen, der Seelenfrieden? Religiosität bringt mir keinen Seelenfrieden, kein Glück und keine Bestätigung meines Selbst.

“Ach übrigens wenn jemand die Bibel beim Wort nimmt selbst wenn er sie Zerreist ist nicht besser alls der Mullah der die Hände abhackt weil es im Koran steht.”

Ich verstehe nicht ganz was du sagen willst mit dem zerreissen.

Ich halte es aber weder für eine gute Idee die Bibel wörtlich zu nehmen, noch irgendjemandem irgendetwas abzuhacken. Da scheinen wir konform zu gehen.

“Weist du es hilft einem Mensch zu bleiben.Das wuste auch Fromm als er über die Zeugen Jehovas in den KZs schrieb sie waren dank ihres glaubens eine moralische Instanz soweit das unter diesen Unmenschlichen bedingungen möglich war.Zb haben sie nie gestohlen.”

Leider habe ich Fromm nicht gelesen, daher kann ich nicht genau auf dein Argument (das IMHO schon eng an Godwins Law vorbeischrammt…) eingehen. Was ich aber sagen kann, ist dass ich bezweifle das der Glaube Grundlage für eine moralische Instanz ist. Dafür brauchen Menschen keine Religion. Wie sollte Religion denn die Moral begründen?

#9 Nanuk am 02.02.08 um 00:40

Ich schreib nur kurz stichworte hab kein bock hier ne super diskusion anzufangen.

“Was hab ich davon” Haben Orientierung typisch für Kapitalistische Gesellschaften.

Schützengraben

Endlichkeit des Lebens Der Spruch ist dumm aber war.Auf die frage warum er überlebt hat kann Glück nicht ganz befriedigen.

“dass ‘das Kapital’ schuld am fehlenden Seelenfrieden ist.”

Es trägt aber einen nicht unerheblichen Teil zum fehlenden Weltfrieden bei und glaub mir einfach ich weiss wovon ich rede. Denn die grösten Kritiker der Elche sind selber welche.

#10 henteaser am 02.02.08 um 09:00

Mit Glück kann man so einiges erklären. Darum geht es ja beim Glück. Es ist (im Gegensatz zu Pech) ein für den Betroffenen positiver Zufall.

Wenn dein Opa betend aus dem Schützengraben geklettert und unversehrt durchs feindliche MG-Feuer geschlendert wäre, könnte man von ‘mehr als Glück’ reden. Bloßes Überleben eines Krieges ist kein Beweis für die Existenz Gottes.

Das Kapital “trägt aber einen nicht unerheblichen Teil zum fehlenden Weltfrieden bei”? Ach komm schon, hast du denn aus der Geschichte gar nichts gelernt? Kreuzzüge, Inquisition und Ketzerverbrennung sind Menschenwerk ‘im Namen Gottes’.

Wenn die Kirchen heutzutage viel für die Alten und Schwachen tun, heisst das nicht, dass es einen Gott gibt oder das sie sein Werk verrichten. Es heisst nur, dass sie anderen helfen; also ethisch korrekt handeln. Dafür bedanke ich mich schön.

Aber sobald mir Gläubige vorschreiben wollen, was ich lesen, ob ich Sonntags einkaufen (Igitt, wie kapitalistisch!) oder am Karfreitag in den Tanzclub gehen darf, endet meine Dankbarkeit.

#11 Nanuk am 02.02.08 um 10:16

“ich Sonntags einkaufen (Igitt, wie kapitalistisch!) “

Darf ich dich mal fragen wie alt du bist? Denn ich rede hier bestimmt nich von Sonntags einkaufen.

“Kreuzzüge, Inquisition und Ketzerverbrennung sind Menschenwerk ‘im Namen Gottes’.” Die Betonung lieg auf Menschenwerk und Religion hat nichts mit Gott zu tun.Alles was nicht Wissentschaftlich beweisbar ist ist defakto Religion.

“Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme stehen in langen Traditionen und beziehen sich zumeist auf Vorstellungen, die im Rahmen naturalistischer Welterklärungen keinen Platz haben.” aus der Wikipedia

#12 Nanuk am 02.02.08 um 10:51

Nochmal zur nicht Friedensförderden wirkung des Kapitalismuss das ist nicht auf meinem mist gewachsen sondern stammt von Keynes.

Milton Friedman dagen hält den Kapitalismuss für Friedensfördern aber das nur mal so am rande.

#13 Nanuk am 02.02.08 um 10:59

Ich bin grad so in Schwung. Für Max Weber ist der Kapitalismuss aus Religiösen motiven entstanden.Protestantischer Arbeitsethos usw usw usw… Ja genau ohne Protestantismuss kein MP3 Player.

#14 der Dennis am 02.02.08 um 11:29

“Ich schreib nur kurz stichworte hab kein bock hier ne super diskusion anzufangen.”

Ach, es schien mir kurz so… ; )

““Was hab ich davon” Haben Orientierung typisch für Kapitalistische Gesellschaften.”

Es ging um Seelenfrieden. Den hat man oder den hat man eben nicht. Anstelle der Vokabel Haben, könnte man auch Erreichen oder Besitzen oder so etwas verwenden. Aber auch da kann man sehr leicht einen kapitalistischen Bezug hinein interpretieren wenn man denn mag…

“Der Spruch ist dumm aber war.Auf die frage warum er überlebt hat kann Glück nicht ganz befriedigen.”

Warum dein Opa den Krieg überlebt hat weiss ich nicht. Vermutlich sind die genauen Umständer äusserst komplex und in ihrer Gesamtheit nicht zu erfassen. Aber das Gott seine Hand im Spiel hatte ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

Ob das Kapital jetzt zum Weltfrieden beiträgt oder nicht (und ob und wo Keynes das gesagt hat), ist sicherlich ein sehr interessanter und strittiger Punkt, hat aber mit dem Ferkelbuch, Religion und Gott nur wenig zu tun, ich schlage vor das Thema zu vertagen…

““Kreuzzüge, Inquisition und Ketzerverbrennung sind Menschenwerk ‘im Namen Gottes’.” Die Betonung lieg auf Menschenwerk und Religion hat nichts mit Gott zu tun.”

Nein, die Betonung liegt hier sicherlich auf “im Namen Gottes” und Religion hat eine ganze Menge mit Gott zu tun. Es gibt Religionen mit einem Gott, Religionen mit vielen Göttern und Religionen ohne einen “personalisierten” Gott. Aber auch die gehen von einem, wie auch immer gearteten göttlichen, oder meinetwegen übernatürlichen, Wirken aus. Und wenn Menschen in dessen Namen schreckliche Dinge tun ist der Ursprung des Übels die Religion.

“Alles was nicht Wissentschaftlich beweisbar ist ist defakto Religion.”

Wissenschaftlich beweisbar ist für mich alles, was in einem Experiment unter kontrollierten Bedingungen immer das gleiche Ergebnis zeigt. … Dein de facto ist hier also recht unpassend…

Religion wird ausserdem eher par ordre de Mufti vertreten und nicht mit Fakten untermauert.

Du gehst übrigens bemerkenswert wenig auf meine Fragen ein und postest anstelle dessen lieber eins deiner Argumente nach dem anderen, die seit zwei Kommentaren auch noch ziemlich vom Thema (Atheismus, Zensur, das kleine Ferkel, remember?) abkommen.

#15 henteaser am 02.02.08 um 12:33

Ein was off-topic’sches noch, bitte:

“Für Max Weber ist der Kapitalismus aus [r]eligiösen [M]otiven entstanden.” – So etwas wird gemeinhin Fortschritt genannt. Vor dem MP3-Player gab es Walk- und Diskman; vor weltlichen Wissenschaftlern gab es Schamanen und Priester.

Ach ja: Auch “der Kapitalismus” ist nicht der Weisheit letzter Schluss, wie jeder erkennen kann, der arbeitslos wird und sich dadurch nutzlos vorkommt, weil er nicht mehr am Kapitalismus teilhaben kann.

Es ist halt nicht damit getan, dass man statt zu “beten und arbeiten” nur noch arbeitet.

#16 Nanuk am 02.02.08 um 12:46

Ich wollte damit auf die Kulturelle bedeutung der Religion hinweisen.Sollte sich dieser Aspekt nicht ganz verdeutlicht haben bitte ich das zu entschuldigen.

Wenn du die frage was passiert nachdem ich gestorben bin mit einem nichts beantworten kannst und dich das befriedigt dann bringt dir die Religion garnichts.Es gibt aber eine ernst zunehmende anzahl von Menschen denen das nicht reicht und ihnen zu unterstellen sie seine Mörder und Todschläger ist ein wenig oberflächlich.

“Wissenschaftlich beweisbar ist für mich alles, was in einem Experiment unter kontrollierten Bedingungen immer das gleiche Ergebnis zeigt. … Dein de facto ist hier also recht unpassend…”

doch mein Defakto stimmt denn alles andere ist eine Theorie und quasie Religiös.Weil es nicht beweisbar ist und man es somit Glauben muss.Nochmal man muss es Glauben.

Wieso man ein Buch verbieten will das sich so ausgibt als wolle es die armen Menschen davon abbringen dem Religiösen Wahn zu verfallen kann ich dir nicht sagen da ich es nicht gelesen habe.Ich stelle nur bei Atheisten einen mindestens genauso hohen Anteil an Intoleranz fest wie an Religiösen Fundamentalisten.

Als Prominentes beispiel nehmen wir mal den Titel eines Buches der sich im Moment gröster beleibtheit erfreut. “Gottes Wahn” Menschen die versuchen ihrem Leben einem Sinn zu geben indem sie Glauben der Tod sei nicht das Ende Wahn zu unterstellen ist nicht weit weg von Osama.

“Aber auch die gehen von einem, wie auch immer gearteten göttlichen, oder meinetwegen übernatürlichen, Wirken aus. Und wenn Menschen in dessen Namen schreckliche Dinge tun ist der Ursprung des Übels die Religion.” Ja und jetzt gehe ich in den Schützengraben und sage das diejenigen die nicht richtig glauben die Schuld tragen und schwups hacken wir uns gegenseitig die Köpfe ab.Darum haben Westliche Gesellschaften ein toleranz Gebot gegenüber Religiösen Minderheiten.

ob diese Buch diese Grenze überschreitet wage ich nicht zu beurteilen aber in Demokratien entscheiden über solche Fragen Beamte und Minister wenn dir das nicht passt werde Politiker und ändere das Gesetz.

Oder schwingt da nicht die heimliche Angst mit aus Deutschland wird ein Gottesstaat.Vieleicht solltest du mal weniger Spiegel lesen die mit dicken Schlagzeilen gegen den Koran wettern als sein jeder Moslem ein Bombenleger.

#17 Nanuk am 02.02.08 um 12:51

“Es ist halt nicht damit getan, dass man statt zu “beten und arbeiten” nur noch arbeitet.”

sondern was braucht der Mensch denn noch??? Ich weiss nicht ob du weist das Langeweile nach Heidegger Angst vor dem Sterben ist und da hilft bis zu heutigen Tage nur Religion.Die moderne Medizin und Technik ist nichts anderes als die suche nach dem Heiligen Grahl und sieh führte in KZs und diese Gefahr ist bei Leibe noch nicht gebannt.

#18 Nanuk am 02.02.08 um 12:53

“So etwas wird gemeinhin Fortschritt genannt. Vor dem MP3-Player gab es Walk- und Diskman; vor weltlichen Wissenschaftlern gab es Schamanen und Priester.”

Ohne Kapitalismuss nicht die Welt in der wir heute Leben ohne Protestantismuss keinen Kapitalismuss das nenn man im allgemeinen Kausalkette.

#19 henteaser am 02.02.08 um 13:05

Nicht zu vergessen: Ohne Unwissen keine Religionen, aber auch keine Wissenschaft.

Nur schafft die Wissenschaft Wissen und widerlegt vergangene Vorstellungen, während Religionen auf ‘gottgewollte’ Dogmen und Gebote setzen, die halt so sind, weil ER (oder SIE) es dem Propheten Dingsbums im Schlaf erzählt haben.

Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es beim Glauben halt darauf an, das bockige “Das ist halt so!” der Priester als Erklärung anzusehen.

(Kausalkette für Arme: “Die Bibel ist Gottes Wort, weil in ihr steht, dass sie Gottes Wort ist.”)

#20 henteaser am 02.02.08 um 13:13

“sondern was braucht der Mensch denn noch???” – Öhm, nun ja… Es ist ja nicht so, dass es nur zwei Tätigkeiten (beten, arbeiten) gibt, mit denen man seine Lebenszeit rumbringen muss.

Gegen Langeweile hilft nur Religion? Erzähl das mal einem Schrebergärtner, einem Umwelt-Aktivisten oder einer Counterstrike-Spielerin. Die fliehen nicht vor Arbeit und Gebet, sondern fangen mit ihrer Freizeit genau das an, was sie für richtig halten.

Wie gesagt: Solange Gläubige nur beten ist das okay. Aber sobald sie mir in mein Leben pfuschen, geht das nicht mehr klar.

#21 Nanuk am 02.02.08 um 13:17

Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es beim Glauben halt darauf an, das bockige “Das ist halt so!” der Priester als Erklärung anzusehen.

(Kausalkette für Arme: “Die Bibel ist Gottes Wort, weil in ihr steht, dass sie Gottes Wort ist.”)

Hast du ne ahnung.Weist du wieviele abspaltungen es von Hauptströmungen in Religion gibt. Atheisten sind Dogmatiker weil sie die Existens jeweden “Göttlichen” ausschliessen.Da ist kein platz für Interpretationen von Texten.Atheismuss ist gelebte Intolleranz.

Ich bin aber kein Missionar und auch nicht der Verteidiger irgendeiner Religion ich möchte lediglich darauf hinweisen das ein Atheist zu azeptieren hat das andere anders denken.Wenn man das Tor zumachen will mit einem gibt es nicht bitte sehr das solch ein verhalten zu einer Erweiterung des Horizontes führt ist wohl mehr als fraglich.

#22 henteaser am 02.02.08 um 13:25

“Die moderne Medizin und Technik ist nichts anderes als die suche nach dem Heiligen Gral und sie führte in KZs”

Aber auch zur Entwicklung alternativer Energiequellen, feuerfester Dämmstoffe, Arzneimittel gegen vorher tödliche Krankheiten, weltweiter Telekommunikation und einfach zu bedienender Wordpress-Weblogs.

Bist du der Meinung, ohne Bibel gäbe es keinen Buchdruck? Dann blätter mal durch Geschichtsbücher und du wirst erkennen, dass die Menschheit ohne Religion und ihren Fanatismus mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter entwickelt wäre.

Denn nicht nur Katholiken und Godwins Nazis haben Bibliotheken verbrannt und Wissenschaftler hingerichtet. Ein Wort nur: Schierlingsbecher.

#23 Nanuk am 02.02.08 um 13:26

Gegen Langeweile hilft nur Religion? Erzähl das mal einem Schrebergärtner, einem Umwelt-Aktivisten oder einer Counterstrike-Spielerin.

Nein gegen die Angst vorm sterben Langeweile ist nur Symtom weil sich der Mensch seiner endlichkeit bewust ist.

#24 Nanuk am 02.02.08 um 13:31

Denn nicht nur Katholiken und Godwins Nazis haben Bibliotheken verbrannt und Wissenschaftler hingerichtet. Ein Wort nur: Schierlingsbecher.

Ja dann weist du ja das Atheismuss auch nicht die Lösung ist denn die meisten Nazis waren Atheisten auch der Kommunismuss ist strikt Atheistisch und die haben bekanntlich auch ne menge auf dem Kerbholz.

#25 henteaser am 02.02.08 um 13:37

“Weil sich der Mensch seiner Endlichkeit bewusst ist”, hat er das Wörtchen Seele erfunden und das Himmelreich gleich noch dazu.

Mir persönlich reicht das Wissen, aus Sternenstaub zu bestehen. Das ist mir Wunder genug. Weil ich nicht an Gott/Götter glaube, bekomme ich auch keine Kopfschmerzen beim Versuch, schreckliche Dinge als ‘gottgewollt’ schönreden zu müssen.

Z.B. ist ein Erdbeben mit vielen Todesopfern für die einen Gottes Strafe. Für die anderen hingegen ist die hohe Opferzahl Beweis für Pfusch am Bau.

#26 henteaser am 02.02.08 um 13:49

Übrigens: “Thou shalt not get upset by jokes about thy god. He is big enough and old enough to looketh after himself.”

#27 Terrorhexe am 02.02.08 um 14:38

Also ich find die Diskussion hier absolut bekloppt. Was hat das noch mit dem kleinen Ferkel zu tun? @Nanuk: Du hast hier irgendwo in deinem Schwall “großartiger Argumente” gesagt, dass Atheisten akzeptieren sollen dass andere anders denken. Ich finde du solltest das mal langsam akzepztieren, dass andere anders denken als du, woran du auch immer glauben magst. Die Leute die an Gott oder was auch immer glauben wollen, sollen das tun, die anderen sollen es halt bleiben lassen. Und ich kann auch meine Kinder ethisch und moralisch zu guten Menschen erziehen, ohne ihnen einzubleuen, dass sie an einen Gott glauben müssen. Und ich brauche auch keinen Gott um meinen inneren Seelenfrieden zu finden. Und deine Argumentation in Bezug auf kapitalistisches Denken finde ich doch ziemlich erbärmlich. Wenn man an irgendeinem Punkt was kapitalistisches, kommunistisches, (national-)sozialistisches oder sonst was finden will, findet man es auch, man brauch nur lange genug zu suchen…weiter will ich das nun gar nicht ausführen. Um jetzt mal ein Bezug zum Ferkelchen herzustellen: Ich weiß nicht wie genau die Geschichte in dem Buch verläuft, aber hier mal 3 Variationen eines Fazits: Gott gibt es nicht-> Warum sollen Eltern ihren Kindern nicht sowas vorlesen? Andere Kinder bekommen Bücher vorgelesen wo es heißt es gibt einen Gott. In beiden Fällen wird den Kindern etwas erzählt was u.U. falsch sein könnte. Und beide Versionen machen die Kinder nicht zu schlechten Menschen. Das macht allein der Rest der Erziehung und das soziale Umfeld. Ergo: Kein Grund das Buch zu verbieten Ob es einen Gott gibt weiß man nicht-> Da ist doch nichts falsches dran. Kann sein, kann nicht sein, das weiß nunmal niemand. So können Kinder doch lernen nachzudenken, kritisch zu sein und selbst herauszufinden was sie glauben wollen oder nicht. Stehe in dem Buch drin “Du bist böse wenn du an Gott glaubst” fände ich das genauso falsch wie “Du bist böse wenn du nicht an Gott glaubst”.

Mein persönliches Fazit: Im Falle einer Indizierung ist es ganz klar politische Zensur und eine Einschränkung de Meinungsfreiheit. Und ich denke wir haben ganz andere Probleme, um die sich mal dringender gekümmert werden müsste.

#28 der Dennis am 02.02.08 um 19:28

Puh, das sind in der Tat schon eine Menge Kommentare. Erstaunlich wie kontrovers das Thema Religion im Jahre des Herrn 2008 immer noch ist…

Zu dem “Glauben an Theorien” in Kommentar #16:

Das stimmt nicht. Theorien werden nicht geglaubt, Theorien werden vermutet. Wenn eine andere Theorie auftaucht die das Thema besser behandelt, oder wenn eine Theorie durch Fakten widerlegt wird, wird sie zugunsten der neuen, besseren aufgegeben.

Glauben wird einfach geglaubt. Allen Fakten und anderen Theorien zum Trotz. Sehr gut erklärt wird das < a href=”http://www.wellingtongrey.net/miscellanea/archive/2007-01-15%20–%20science%20vs%20faith.html”>hier.

Das ist IMHO der große und bedeutende Unterschied. Aus dem gleichen Grund bin ich kein Fundamentalist. Diese rücken nie einen Zoll zurück von ihrem Glauben an was auch immer. Ich lasse mich dagegen gerne von guten Argumenten und Fakten eines besseren belehren.

Interessant finde ich es ausserdem dass die Gläubigen der großen Weltreligionen ja im Prinzip auch Atheisten sind.

Sie glauben nicht an den Gott der jeweils anderen. Gemein haben sie (Christen, Juden, Moslems) dagegen, dass sie gegenüber Thor, Shiva, dem fliegenden Spaghetti-Monster und der Zahnfee Atheisten sind. Warum also nicht einfach noch einen Gott weiter gehen? Das wäre doch die logische Folge, oder?

Für alle genannten Götter gilt das gleiche, sie wurden irgendwann einmal (Warum auch immer, vermutlich wollte irgend jemand sein Handel legitimieren) aufs Tapet der Geschichte gebracht und manche von ihnen sind auch schon wieder verschwunden. Ich habe keinen Zweifel daran dass Religion einmal in Vergessenheit geraten wird. Einfach weil die Menschheit sich weiter entwickelt und auf ihrem Weg durch die Geschichte immer fortschrittlicher wurde ist das Ende der Religion abzusehen.

Ich glaube nicht dass ich es noch erleben werde, aber früher oder später wird es so kommen.

Und noch mal zu #24, weil es ein so herrliches, vermeintliches Totschlagargument ist und auch auf die Gefahr hin dass ich jetzt unter Godwins Law falle:

Hitler hat sich auf Gott berufen. (Ich hab das Buch mit der Quellenangabe gerade verliehen, aber ich reiche die nach, versprochen) Sein Nationalsozialismus trägt geradezu grotesk religiöse Züge. Freies, kritisches Denken war im dritten Reich auch nicht gerade gern gesehen, das erinnert doch sehr an gewisse andere Ansichten aus dem Mittelalter oder?

Stalin wurde christlich erzogen und war sogar auf dem Weg Priester zu werden. Dennoch war er auf dem Höhepunkt seiner Macht Atheist. Er ist verantwortlich für den Tod von Millionen. Aber hat er diese schrecklichen Taten im Namen des Atheismus begangen? Wenn man mal genau überlegt erscheint das sehr unwahrscheinlich, er hatte bessere (und sicher verwerfliche) Gründe für seine Taten.

Ich möchte weder den einen noch den anderen in Schutz nehmen, die beiden sind definitiv in der Rangliste der bösen Menschen weit oben anzusiedeln.

Wenn du aber sagst der Atheismus ist verantwortlich für die Gräueltaten eines Stalins und eines Hitlers ist das in etwa so wahrscheinlich als würdest du sagen ihre Bärte sind verantwortlich für ihr Handeln…

#29 Nanuk am 03.02.08 um 09:22

Ich glaube wir reden aneinander vorbei.Du must deinen Atheismuss mal genauer Definieren. Bist du ein Materialist das heist nur was Materie ist Existiert?

Also Bewustsein ist nur ein folge von Chemischen und Physikalischen prozessen?

Dann must du den Satz “Folter ist moralisch verwerflich” ohne zu hilfe name der 10 Gebote begründen.

Wenn du sagst das ist eine Soziale Norm hast du das Problem das sich Soziale normen ändern können.

Wenn du sagst es läst sich Empirisch begründen hast du das Problem das sich empirisch begründen nicht Empirisch begründen last.

Desweiteren hat der Materialismuss ein Problem denn kann ein Neuronenfeuer (Gottglauben) Falsch sein.

Wenn du sagst es ist teil der Evolution dann ist die Frage.Warum hat die Evolution es zugelassen das es so etwas wie Gott gibt.Welchen nutzen hat die Religion wenn es keinen nutzen hat must du das konzept Mensch als Fehler ansehen oder sagen die Atheisten sind in der Evolution weiter als diejenigen die Glauben.

Der gedanke Religion als Soziale erscheinung führt in umerziehungslager.

Der als Fehler in der Evolution führt zu Zuchtanstalten.

Jetzt mal Butter bei die Fische…

#30 henteaser am 03.02.08 um 17:20

“Wenn du sagst, es ist Teil der Evolution, dann ist die Frage: Warum hat die Evolution es zugelassen das es so etwas wie Gott gibt?”

Hä?

“Du must deinen Atheismus mal genauer definieren.”

Pfft, schon klar. Hier ein Versuch:

“Welchen Nutzen hat die Religion?”

Sie liefert scheinbar plausible Erklärungen für seltsame Phänomene und Zufälle. – Genauso gut könntest du fragen, warum die Evolution zugelassen hat, dass Menschen sterben.

“Wenn es keinen Nutzen hat must du das Konzept Mensch als Fehler ansehen”

Falsch. Denn da die Evolution nicht gerichtet abläuft, ist die denkende Tierart Mensch nur von ihrem Standpunkt aus ein ‘Fehler’. Die Evolution hat keine Moral.

So zum Beispiel wird mit Weltuntergang zumeist das Ende der Menschheit bezeichnet. Ziemlich selbstsüchtig und unzutreffend. Auch nach dem atomaren Holocaust wird es Leben auf dieser Welt geben.

“die Atheisten sind in der Evolution weiter als Diejenigen, die glauben”

Hatte ich das nicht bereits geschrieben ;) ? – Wie Dawkins so schön sagte: “We are all atheists about most of the gods that societies have ever believed in. Some of us just go one god further.”

“Dann must du den Satz “Folter ist moralisch verwerflich” ohne Zuhilfename der 10 Gebote begründen.”

Muss ich oder darf ich? Weil: Zumindest im Alten Testament wird im Namen der Moral gekillt wie nix Gutes. Und sogar Gott foltert. Er lockt mit verbotenen Früchten, verarscht Abraham und verdammt alle Bösewichte und AnbeterInnen anderer Gottheiten zu Höllenqualen.

Letzteres ist – vorausgesetzt, die Verdammten glauben den Drohungen derer, die dieses ‘Wort Gottes’ als Moralkeule schwingen – die ultimative Psychofolter:

Sie zwingt zum Gottesdienst, zwingt zur Einhaltung einer scheinbar gottgegebenen Moral. Wer nicht spurt, wird nach dem Tod Feuerqualen erleiden.

Auch bemerkt: Diese Bestrafung ist nicht beweis- und somit niemals widerlegbar. So etwa wirst du dir nie sicher sein können, dass die Schützengräbengebete deines Großvaters seine ‘Seele’ vor dem Schwefelbad retten.

Das musst du glauben.

Wenn ich als Atheist/Agnostiker Mord oder Folter für unmoralisch halte, heisst das nur, dass sich meine ethisch-moralische Grundhaltung in diesem wesentlichen Punkt mit ‘nem Bibelgebot überschneidet.

“Religion als soziale Erscheinung führt in Umerziehungslager. Der als Fehler in der Evolution führt zu Zuchtanstalten.”

Ersteres führt zu gar nichts, solange kein Streit eskaliert. Zweiteres ist, wie bereits geschrieben, auf falschen Voraussetzungen basierender Unsinn.

#31 Nanuk am 04.02.08 um 09:12

Wenn ich als Atheist/Agnostiker Mord oder Folter für unmoralisch halte, heisst das nur, dass sich meine ethisch-moralische Grundhaltung in diesem wesentlichen Punkt mit ‘nem Bibelgebot überschneidet.

Jetzt bist du schon Agnostiker lol Begründen!!!!! Warum ist das unmoralisch. Denn ein Dogma ohne Grund ist ein Schwert ohne Klinge.

“Denn da die Evolution nicht gerichtet abläuft, ist die denkende Tierart Mensch nur von ihrem Standpunkt aus ein ‘Fehler’. Die Evolution hat keine Moral.”

Ich weiss das sie keine hat du hast mir aber immer noch keinen Grund genannt warum man nicht Foltern darf. Für Kant ist Gott übrigens das höchste Ethische prinzip. lol ja ja der Kant welch Atheist.

“Ersteres führt zu gar nichts, solange kein Streit eskaliert. Zweiteres ist, wie bereits geschrieben, auf falschen Voraussetzungen basierender Unsinn.”

Ich bin nicht derjenige der sagt Religion ist Schuld am übel der Welt.

#32 Nanuk am 04.02.08 um 11:52

“Genauso gut könntest du fragen, warum die Evolution zugelassen hat, dass Menschen sterben.”

Ja warum ist das so… Ist die Frage nicht zulässig??? Stellt da jemand Denkverbote auf…

#33 henteaser am 04.02.08 um 23:38

“Jetzt bist du schon Agnostiker lol” – Das kommt davon, wenn man ‘ich’ synonym zu ‘man’ verwendet.

“Begründen!!!!! Warum ist das unmoralisch.”

Okay Quengelkind: Weil der Mensch, wie jedes Lebewesen, selbstsüchtig ist.

Der kategorische Imperativ (bzw. Un-/Ethik) ist ein Nebeneffekt des menschlichen Zusammenlebens; Religion (vor allem aber der Glaube an übernatürliche Strafen) ist der unwissenschaftliche Vorläufer.

  • Ich bin gegen Folter, weil ich selbst nicht gefoltert werden möchte.

  • Ich helfe alten Leuten über die Straße, weil ich darauf spekuliere, später einmal davon zu profitieren, mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein.

  • Ich beschmeiße niemanden mit Fäkalien, weil ich die auf eine solche Handlung folgende Strafe fürchte.

Menschen handeln aufgrund selbstgewählter Normen und Werte; natürlich immer in Kombination mit von Staat (und Glauben) verordneten Regeln des Zusammenlebens.

Der einzige ‘Vorteil’ religiöser Dogmen gegenüber weltlicher Gesetze ist, dass die Götter allwissend sind und deshalb auch dann sehen, dass ich jemanden mit Dung beworfen habe, wenn es keine menschlichen Zeugen gibt.

(Voraussetzung hier mal wieder: Der Glaube an ein göttliches Sündenregister.)

“Für Kant ist Gott übrigens das höchste Ethische prinzip. lol ja ja der Kant welch Atheist.”

Mir ist Kant und seine Gläubigkeit egal. Kann ja nichts dafür, dass er die letzte Grenze nicht überquert hat.

Wichtig finde ich nur die von ihm vertretene Richtlinie für menschliches Zusammenleben. Die eigne ich mir an und setze Gott vor die Tür.

“Ich bin nicht derjenige der sagt Religion ist Schuld am übel der Welt.”

Falls Zufälle und Evolution dich und den Rest des Universums hervorgebracht haben, ist das Übel der Welt nur aus der Sichtweise der Menschheit ein Übel.

Falls jedoch ein allwissender Gott die Erde und ihre Kreaturen (samt dem Konzept des Bösen!) schuf, ist Gott schuld am Übel der Welt.

“Stellt da jemand Denkverbote auf…”

Nö. Du darfst beruhigt nachdenken. Vielleicht findest du ja sogar eine plausible Erklärung.

#34 Nanuk am 05.02.08 um 09:21

Okay Quengelkind: Weil der Mensch, wie jedes Lebewesen, selbstsüchtig ist…

Willkommen im Denkgebilde des Professor Sinn .

#35 Nanuk am 05.02.08 um 12:43

Vieleicht noch was als Nachtrag.

Als Lektüre empfehle ich Ludwig Wittgenstein.

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.”

„Mein Grundgedanke ist, daß die ‘logischen Konstanten’ nicht vertreten. Daß sich die Logik der Tatsachen nicht vertreten läßt.“

„Die Menschen heute glauben, die Wissenschaftler seien da, sie zu belehren, die Dichter und Musiker etc., sie zu erfreuen. Dass diese sie etwas zu lehren haben, kommt ihnen nicht in den Sinn.“

Das ist der Weg zurück zur Mystik aber das nur mal so am Rande…

#36 der Dennis am 07.02.08 um 08:40

So, ich war einige Tage verhindert wegen solchen Sachen wie Arbeit, Karneval und Steuerlehre und werde mich auch gleich wieder daran begeben die Feinheiten der Abgabenordnung zu geniessen…

Zuvor aber möchte ich noch festhalten dass ich diese Diskussion hier sehr genossen habe.

Ich finde henteaser und ich hatten deutlich mehr Erfolg darin nanuks Argumente zu entkräften und/oder zu widerlegen, als er darin unseren etwas entgegenzusetzen.

Das mag vielleicht daran liegen dass ich (und ich kann hier nicht für henteaser sprechen) beispielsweise nichts von Herrn Wittgenstein gelesen habe, aber ich denke dass man auch ohne vertiefende philosophische Lektüre mit einfachen Argumenten ziemlich schnell auf den Trichter kommt das Religion im großen und ganzen ziemlicher Quatsch ist.

Wenn dann auf so einfache Argumente nur “Ja, aber” Zitate zurückkommen ist der Punkt eigentlich schon verloren bevor die Diskussion begonnen hat.

Wie dem auch sei, vielen Dank euch beiden für die Kommentare auf meiner bescheidenen Seite, das hat wirklich Spaß gemacht.

#37 henteaser am 07.02.08 um 09:36

@Dennis: Richtig geraten – Wittgensteins Werke sind mir unbekannt. Außerdem kenne ich außer dem kat. Imp. nichts von Kant.

Danke übrigens dafür, dass du die Kommentare nicht zugesperrt hast, als die Diskussion weg vom ursprünglichen Thema und hin zur Glaubensgrundsätzen ging.

(Was übrigens das Schicksal aller religionskritischer Diskussionen ist.)

#38 Nanuk am 07.02.08 um 10:25

Nochmal ihr habt eine zutiefst Religiöse Vorstellung die sich belegen läst.Wenn ihr sagt “Weil der Mensch, wie jedes Lebewesen, selbstsüchtig ist.”

Damit habt ihr dann aber den Selbstmord nicht erklärt…

Wenn dem so ist ist Liebe nichts anderes als Selbstsucht.Erzähl das mal deiner Freundin Dennis.

“mit einfachen Argumenten” Wer die Welt mit einfachen Argumenten erklären will der macht sich nicht die Mühe zu denken.

Es gibt Menschen die sind weitaus Inteligenter als du und ich zusammen die belegen können das Ethik ohne Metaphysik nicht geht.Das könnt ihr jetzt als ansporn sehen mir das Gegenteil zu beweisen ich muss nicht beweisen das Ethik ohne Metaphysik funtioniert die Atheisten sind es die sagen es geht auch ohne.

Ich weiss aber immernoch nicht wie du du deinen Atheismuss definierst Dennis.Wenn du Materialist bist sind die Argumente entkräftet.

“Wenn dann auf so einfache Argumente nur “Ja, aber” Zitate zurückkommen ist der Punkt eigentlich schon verloren bevor die Diskussion begonnen hat.” Ne ist sie eben nicht.Ihr hab die Beweisslast nicht ich. Ich habe einfach gefragt ob sich Ethik ohne Metaphysik (Religion) belegen läst und das tut sie einfach nicht.

Es läst sich nämlich nicht begründen warum man nicht Foltern darf wenn man einfach sagt Ich will nicht gefoltert werden darum Foltere ich andere nicht. Weil das nur Funtioniert das wenn man weiss wie man Moralisch richtig handelt man sich daran hällt und das tuen Menschen nunmal nicht.Das ist Philosophie 1 Klasse.

Wenn ihr jetzt die Strafe anführt dann ist die Frage womit wollt ihr begründen das es Falsch ist wenn es in der Natur des Menschen liegt Amoralisch zu handeln.

Ich weiss ja nicht wie ihr gestrickt seit aber wenn euch ein das macht man einfach nicht reicht bitte. Mir hat das noch nie gereicht.

Denn die Frage warum ist überhaupt Leben oder warum ist überhaupt was muss man erst beantworten bevor man sagen kann so hat sich das was ist zu verhalten.Es geht einfach nicht ohne.

#39 Nanuk am 07.02.08 um 11:29

um das nochmal zu verdeutlichen

Die Wissenschaft versucht zu sagen was ist.

Die Philosophie und die Religion versuchen zu sagen warum ist was ist.Die Atheisten sagen einfach die Frage warum ist was ist ist nicht zulässig und das ist ein Denkverbot.Es besteht natürlich auch die Möglichkeit zu sagen wir wissen nicht warum ist was ist das ist eine Agnostische position.Sobald aber jemand sagt es ist was ist weil… wird es quasi Religös.

“Danke übrigens dafür, dass du die Kommentare nicht zugesperrt hast, als die Diskussion weg vom ursprünglichen Thema und hin zur Glaubensgrundsätzen ging.” Es geht hier garnicht um Glaubensgrundsätze.Es geht darum das sich Ethik ohne etwas Absolutes ohne das Ding an sich nicht begründen läst und wenn ihr Kant auspackt ist das etwas Agnostisches denn er sagt das Ding an sich ist nicht zu erkennen es bleibt verborgen nur das Prinzip läst sich erkennen oder das Prinzip ist das Ding an sich.

wie bereits gesagt wir reden aneinander Vorbei… Darum ist das jetzt mein letzter Versuch zu verdeutlichen warum wir Metaphysik, etwas absolutes brauchen.

#40 henteaser am 07.02.08 um 12:19

[Vorbemerkung @ Nanuk: Bitte lies deine Kommentare Korrektur, bevor du sie abschickst.]

**Nochmal ihr habt eine zutiefst Religiöse Vorstellung die sich belegen läst.Wenn ihr sagt “Weil der Mensch, wie jedes Lebewesen, selbstsüchtig ist.”

Ich lieferte drei Beispiele für die selbstsüchtige Angst vor Bestrafung (bzw. das selbstsüchtige Streben nach Moral) und du konterst damit:

Wenn dem so ist ist Liebe nichts anderes als Selbstsucht. Erzähl das mal deiner Freundin Dennis.

Stellt da etwa jemand Denkverbote auf?

Gerade weil in unserer Gesellschaftsform Pärchenbildung als normal und erstrebenswert gilt, ist sie selbstsüchtig. Vor allem, wenn die PartnerInnen sich nicht bedingungslos lieben (kennst du solche Pärchen?), sondern auch Erwartungen aneinander haben.

Wer die Welt mit einfachen Argumenten erklären will der macht sich nicht die Mühe zu denken.

Seit wann müssen Argumente komplex sein, um komplexe Vorgänge zu erklären?

Wenn sich die Wasseroberfläche bewegt, kannst du mit Molekülketten, Schwerkraft und wasweißichwas erklären. Oder du begründest das damit, dass jemand ‘nen Stein ins Wasser geschmissen hat.

Es gibt Menschen die sind weitaus Inteligenter als du und ich zusammen die belegen können das Ethik ohne Metaphysik nicht geht.

Du kannst Intelligenz messen?

Ich muss nicht beweisen das Ethik ohne Metaphysik funtioniert die Atheisten sind es die sagen es geht auch ohne.

Die sagen es nicht, die leben es vor. Zum Gutes tun brauche ich keine Metaphysik. Da reicht es mir, zu ahnen, dass sich diese Tat im Idealfall früher oder später auszahlt.

Weil das nur Funtioniert das wenn man weiss wie man Moralisch richtig handelt man sich daran hällt und das tuen Menschen nunmal nicht.

Weil man durch ‘böse’ Taten schneller zum Ziel kommt. Offene Eigennützigkeit wie Diebstahl, Vergewaltigung oder Raubkopiererei beweist, dass Ethik/Moral nur ein gesellschaftliches Konstrukt ist.

Wäre sie eine ‘metaphysische’ (bzw. genetisch bedingte) Konstante, könnte man sich ihrer gar nicht entledigen und auch nicht gegen sie verstoßen.

Man würde die Möglichkeit gar nicht in Erwägung ziehen können, jemanden zu bestehlen oder umzubringen; genausowenig, wie man nicht aus dem Stand über Häuser springen kann.

Ach, das hätte ich fast vergessen…

Damit habt ihr dann aber den Selbstmord nicht erklärt – Weil du nicht gefragt hast.

Des Rätsels Lösungsansatz:

Selbsttötung ist eigennützig, weil sie binnen kürzester Zeit alle persönlichen Probleme löst. SelbstmörderInnen sind durch gesellschaftliche Zwänge gehemmt (vgl. S.A.A.R.T.) und sehen keinen anderen Ausweg aus dieser Notlagen als den Freitod.

Oder anders: SelbstmörderInnen tun sich selbst was Gutes, indem sie sich umbringen. Nicht der Tod befreit sie, sondern sie befreien sich vom Leben.

Die Philosophie und die Religion versuchen zu sagen warum [et]was ist.

Das tut die Wissenschaft auch. Und besser. Wenn im Wald ohne Zeugen ein Baum umfällt, macht er dann ein Geräusch? Dafür gibt es Richtmikrofone. Alles andere ist unwissenschaftliches Circlejerking.

Sobald aber jemand sagt es ist was ist weil… wird es quasi Religös.

Stimmt nicht. Erst, wenn die schlüssige Begründung fehlt, wird es religiös.

“Du sollst nicht töten!” vs. “Du sollst nicht töten, weil du dich damit um deine soziale Stellung (bzw. um die mit dieser einhergehenden Vorteile) bringst.”

darum das sich Ethik ohne etwas Absolutes ohne das Ding an sich nicht begründen läst

Was ist absoluter als eine konkrete Begründung, die sich an weltliche Spielregeln hält – die auf Vorgängen/Dingen basiert, die man weiß und die man nicht glauben muss?

“das Prinzip ist das Ding an sich” – Klingt nicht sonderlich gläubig. Das bedeutet nämlich umgekehrt auch: “Das Ding ist das Prinzip an sich.”

#41 Nanuk am 07.02.08 um 14:59

Das hat aber mit der Realität nix zu tun… Wenn du oben alles gelesen hättest wüstest du das ich jedes deiner Argumente wiederlegt habe und ich hab kein Bock von vorne anzufangen.

“Du sollst nicht töten, weil du dich damit um deine soziale Stellung (bzw. um die mit dieser einhergehenden Vorteile) bringst.” Das ist neu… …darum wenn es mir einen Vorteil bringt dann darf ich dich Zerstückeln? Weist du was du da schreibst?

#42 henteaser am 07.02.08 um 21:54

Ähm… Die Realität hat mit der Realität nichts zu tun? Weißt du, was du da antwortest?

wenn es mir einen Vorteil bringt dann darf ich dich Zerstückeln

Genau das meine ich. Bis auf das Wörtchen ‘darf’, denn das trifft auf deine Tat hierzulande nicht zu. (Außer, du bist ein Arzt, der mir ein Körperteil notamputiert.) Ansonsten mag es dir kurzfristig Vorteile bringen, micht zu zerhacken, langfristig hingegen nur Ärger.

Denn selbst, wenn Zeugen fehlen, wird dich ob der Tat dein Gewissen quälen. Weil das schlechte Gewissen die Furcht vor ‘nachgereichter’ Bestrafung ist, also ebenfalls die Furcht vorm Verlust der sozialen Stellung.

#43 Nanuk am 08.02.08 um 09:46

Genau das meine ich. Bis auf das Wörtchen ‘darf’, denn das trifft auf deine Tat hierzulande nicht zu.(Außer, du bist ein Arzt, der mir ein Körperteil notamputiert.) Ansonsten mag es dir kurzfristig Vorteile bringen, micht zu zerhacken, langfristig hingegen nur Ärger.

Du verstehst es einfach nicht. Es geht darum das es keinen Grund gibt Moralisch zu handeln ohne eine Metaphysik.Man kann Moral nicht ohne begründen.

“Denn selbst, wenn Zeugen fehlen, wird dich ob der Tat dein Gewissen quälen.” Es gibt Menschen ich zähle mich nicht dazu die empfinden einen Lustgewinn dabei. Das Gewissen ist schon eine Metaphysische Position. Weil man es nicht nachweisen kann das es das gibt.Man kann nicht sagen weil Peter ,Paula und Ute ein Gewissen haben haben alle eins. Empirie kann lügen aufdecken aber keine Wahrheiten verkünden.Glaub mir doch einfach es geht nicht du Kämpfst gegen Windmühlen.

Du kannst natürlich sagen es geht noch nicht da kann ich nichts gegen sagen.Das währe der Ausweg über den Übermenschen und die Technik.An den ich Schopenhauer sei dank nicht mehr glaube, vieleicht liest du ihn mal. Er ist gut um einen reset im denken zu bekommen er raub einem nämlich sämtliche Illusionen er kommt auch ohne Gott aus aber eine metaphysische Position hat er trotzdem.

#44 henteaser am 08.02.08 um 12:19

Du verstehst es einfach nicht.

Dieses Kompliment kann ich dir zurückgeben, weil sich all diese metaphysischen Aspekte logisch erklären lassen.

Es gibt Menschen ich zähle mich nicht dazu die empfinden einen Lustgewinn [beim Töten].

Ein Beweis dafür, dass es so etwas wie eine allgemeingültige Moral nicht gibt. Denn psychische Krankheiten sind auch Krankheiten, die sozusagen von Kurzschlüssen zwischen Gehirnteilen ausgelöst werden.

Das ein Mörder mordet, beweist übrigens nicht, dass er keine Moral hat bzw. kein Gewissen hat. Im Gegenteil: Solche Menschen töten ihre Opfer u. U. gerade deshalb, weil sie die sofortige Entdeckung eines hierzulande ebenfalls geahndeten Verbrechens fürchten.

Glaub mir doch einfach es geht nicht du Kämpfst gegen Windmühlen.

Meinst du reale Windmühlen oder welche, an die du glaubst?

Empirie kann lügen aufdecken aber keine Wahrheiten verkünden.

Da geht es dem Glauben ähnlich. Nur ist der noch schlechter dran, weil ‘geglaubte Wahrheiten’ eben nur ein Behelf zu Faktenwissen sind.

Es geht darum das es keinen Grund gibt Moralisch zu handeln ohne eine Metaphysik.

Definiere bitte deine Vorstellung von Metaphysik.

Ich lese bei dir die ganze Zeit so etwas wie ‘Metaphysik sind die vom Schöpfer eingeimpften Ge-/Verbote’ hinein und rede womöglich genau darum an dir vorbei.

Wenn du hingegen mit M. die physikalisch-chemischen Prozesse meinst, die zu Eigennutz führen, sind diese mit Sicherheit wissenschaftlich erklärbar.

Daran glaube(!) ich, darauf vertraue ich.

#45 Nanuk am 08.02.08 um 15:13

“Ein Beweis dafür, dass es so etwas wie eine allgemeingültige Moral nicht gibt. Denn psychische Krankheiten sind auch Krankheiten, die sozusagen von Kurzschlüssen zwischen Gehirnteilen ausgelöst werden.”

Also darf ich dir doch den Kopf abhacken.Denn kann ein Neuronensturm falsch sein…

Wenn du hingegen mit M. die physikalisch-chemischen Prozesse meinst, die zu Eigennutz führen, sind diese mit Sicherheit wissenschaftlich erklärbar.

Also darf ich dir auch noch aus eigennutz dem Kopf abhauen…

Du kannst es nicht begründen ohne… Es geht nicht!!!!!!!!!

“Definiere bitte deine Vorstellung von Metaphysik”

Die Metaphysik fragt in allgemeinster Weise danach, was ist, was existiert. Viele klassische metaphysische Entwürfe haben sich für die Strukturbeschreibung der Realität auf Objekte und Zusammenhänge bezogen, die jenseits dessen liegen, was empirisch zugänglich oder physikalisch beschreibbar ist: auf Ideen, Universalien, Werte, moralische Tatsachen, eine universelle Vernunft, ein göttliches Prinzip oder auch überhaupt geistige Objekte und Fakten, die von Materiellem grundverschieden sind.

Hab das mal schnell aus der Wikipedia kopiert…

#46 henteaser am 08.02.08 um 23:06

Also darf ich dir doch den Kopf abhacken.Denn kann ein Neuronensturm falsch sein […] Also darf ich dir auch noch aus eigennutz dem Kopf abhauen

Du hast es erfasst. Solch eine Anwandlung – die noch nicht einmal einem Zweck dienen muss – ist erst nach menschlichem Ermessen falsch oder richtig, gut oder böse.

Wenn du dich für deine Tat schämst oder Hemmungen hast, sie zu begehen, beweist das einzig und allein, wie sehr dir dein Istzustand gefällt und wie stark die dir anerzogenen Hemmungen auf deinen Lebenslauf einwirken.

Auf naturwissenschaftlicher Ebene beendet ein Mord bloß die elektrochemischen Prozesse in einem aus Atomen/Molekülen bestehenden Festkörper.

Oder genauer gesagt: Der Mord gibt den Vorgängen im Körper in eine andere Richtung und den Einzelteilen andere Aufgaben. (Wobei selbst ‘Aufgaben’ falsch ist, denn das würde Planung voraussetzen.)

‘Der Mensch’ ist nur ein Zwischenzustand, eine relativ zufällige Ansammlung all dieser Grundstoffe. “Staub zu Staub” mag zutreffen, doch der Totenstaub besteht nicht mehr aus den gleichen Teilchen wie denen, aus dem sich der Embryo formt.

Noch etwas: Anerzogen UNGLEICH angeboren!

Du lernst täglich dazu, begreifst (im Idealfall) täglich neue Zusammenhänge. Egal, ob du dir die nun ausdenkst oder beweist.

Moralische Hemmungen basieren auf der Fähigkeit des menschlichen Gehirns zum vorausschauenden Denken und auch auf dem ziemlich ausgeprägten Langzeitgedächtnis.

Das ist eine evolutionär bedingte Mutation, die bei genauerer Betrachtung kaum Vorteile bringt, da logisches Denken, die Fähigkeit zur Teamarbeit und all die anderen (Beinahe-) Alleinstellungsmerkmale des menschlichen Verstandes unsere Tatkraft hemmen.

Menschen können planen und abwägen, doch

  • wir empfinden Skrupel vor Dingen, die noch nicht bzw. längst geschehen sind.

  • wir sind dank der komplexen Hirnstruktur anfällig für Geisteskrankheiten oder Amoktaten

  • unser Verstand widerspricht sich, d.h. er speichert auch widersprüchliche und offensichtlich unrealistische Daten

  • unsere Gehirne arbeiten nicht zusammen, sondern die in ihnen gesammelten und verarbeiteten Daten gleichen sich nur in bestimmten Punkten.

(Es soll Raubmörder geben, die Kinderschänder verabscheuen.)

Aber wie gesagt: Es kommt auf den Standpunkt an, ob ein Evolutions-Auswuchs Vorteil oder Nachteil ist.

#47 Nanuk am 09.02.08 um 13:29

Also gibt es für dich keine Moral und genau das ist das Problem wenn man eine strickt Atheistische Position vertritt ohne jegliche Metaphysik.

Kannst du mir jetzt vieleicht noch erklären warum wir dafür nun sage und schreibe 47 Kommentare gebraucht haben und du dich nun seit 4 Tagen wehrst das einzugestehen?Wo ich doch deutlich darauf hingewiesen habe das es ohne Metaphysik auch keine Moral gibt?

#48 henteaser am 09.02.08 um 20:25

Wo ich doch deutlich darauf hingewiesen habe das es ohne Metaphysik auch keine Moral gibt?

Könnte es sein, dass Metaphysik ebenfalls nur angestauter Datenmüll ist? Das meine ich nämlich die ganze Zeit: Es ist alles nur ein Nebeneffekt der Vorgänge in unserem Hirnkasten.

Also gibt es für dich keine Moral und genau das ist das Problem wenn man eine strickt Atheistische Position vertritt ohne jegliche Metaphysik.

Ich sehe kein Problem in dieser Auffassung. Du siehst das anders, okay. Also breche ich aus dieser Endlosschleife aus, indem ich die Diskussion beende.

(Denn auch die ist nur Elektrospuk.)

#49 instant-thinking.de am 06.03.08 um 14:50

[...] Buch das 48 Kommentare auf instant-thinking nach sich zog, ist heute von der Bundesprüfstelle für [...]

#50 ReadFirst am 06.03.08 um 21:34

Hallo Henteaser, dieser “Nanuk” ist (stellenweise und in der Hauptsache)einfach ein religiöser Spinner – “keine Moral ohne Religon”: dümmer gehts nimmer.. Die zukünftige Welt muß auf religionsfreien Menschenrechten aufgebaut werden – der religiöse Haß läßt sich nur aus der Welt schaffen, indem man die Religion dorthin verbannt, wo sie hingehört: in den Privatbereich. (privat dumm sein darf doch jeder, oder? Ist wie beim Sex: alles erlaubt, was anderen nicht gegen ihren Willen weh tut..) Ich habe jedenfalls Deine Argumente mit viel Interesse gelesen.

#51 der Dennis am 07.03.08 um 07:07

Dieser “Nanuk” ist kein religiöser Spinner. Er vertritt hier zwar eine, IMHO, merkwürdige Ansicht aber ein Spinner ist er nicht.

Wir wollen doch alle an unsere gute Kinderstube denken, ja?

#52 ReadFirst am 07.03.08 um 08:39

Hallo Dennis, “merk – würdig” scheint mir eben zu mild… vielleicht sollten wir “spinnen” auch mal wieder als “phantasievolles und unlogisches Nachdenken” interpretieren… und Logik ist etwas uns durch die Evolution Gegebenes womit die Religion nicht wirklich zurecht kommt… Ausserdem: unsere “gute Kinderstube” ist vielfach schuld daran, dass die Logik zurückbleibt… besonders fanatische Fundamentalisten glauben, dass sie eine besonders gute Kinderstube hatten – auch dann noch, wenn sie sich mit sprengstoffgeschützten Geschlechtsteilen in ihr vermeintliches Paradies sprengen und Dutzende Menschen in den Tod reißen…

#53 der yannik am 09.06.08 um 12:13

find ich scheise aber das dennis ist crus

#54 der Dennis am 09.06.08 um 14:02

Yannik: Ich weiss leider überhaupt nicht wo dein Problem liegt, rate aber trotzdem präventiv zu getrockneten Froschpillen

Alles Gute.

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