Ich bin es eigentlich leid diese Diskussion zum Verbot von Videospielen zu verfolgen und zu führen. Der ewig gleiche, populistische Beissreflex unserer Politiker ist so vorhersehbar wie die besorgten “Experten” die sich bei Frau Christiansen einfinden werden.
Und es waren doch eigentlich nicht irgendwelche Videospiele die Menschen verletzten sondern Waffen. Ob ich der einzige bin der diesen eklatanten Unterschied bemerkt?
Ich wiederhole mich, aber dennoch und diesmal auf Deutsch:
Mein Name ist Dennis Wegner. Ich bin ein sechsundzwanzig Jahre alter Gamer. Ich habe jedes existierende gewaltätige Spiel gespielt und noch nie jemanden umgebracht.
Es gibt Millionen Gamer genau wie mich und wir sind es leid von Leuten wie euch für eure Probleme beschuldigt zu werden. Ignoranz verursacht Gewalt, nicht Videospiele.
Wir sind mehr als ihr, die ihr so denkt. Don´t fuck with us.
Wenn Politiker jetzt ein Verbot von Videospielen (welcher Art auch immer) erreichen, wird damit im Hinblick auf Gewalt an Schulen nichts erreicht werden. Vermutlich werden sich Menschen die ein Spiel haben wollen, dieses recht einfach über ein den Globus umspannendes Netzwerk besorgen können. Ich konnte mir damals anno ´92 schon Spiele besorgen die meine Eltern gar nicht gut gefunden hätten. Ohne Internet.
Ein weiter Effekt des Verbots von, let´s say, Counterstrike, wären dann eventuell noch florierende Geschäfte für Schwarzhändler. Aber sonst? Sonst würden immer noch die gleichen gesellschaftlichen Zustände herschen und es wäre immer noch recht einfach sich Waffen zu besorgen.
Liebe Politiker: Es sind Computerspiele verflucht. Lasst den Bullshit mit euren ahnungslosen Rufen nach Überwachung des öffentlichen Raums und der Schulen. Vergesst die Überwachung des Internets durch Deutschlandweite Zwangsproxys. Geht und kümmert euch um die Kinder dieses Landes.
Was, ihr wollt Links? Ich habe Links:
- TP: “Ich will R.A.C.H.E” Sebastians (ja, der Junge hatte einen Namen) Abschiedsbrief.
- Lange schwarze Mäntel verbieten. Und ausserdem die Aufnahme von Sauerstoff, denn das machen 100 % aller Gewalttäter nahezu täglich.
- Mindfuck: Killer with a murdered future
- Wie Kinder Spaß am Morden finden. Wenn ihr nur einen dieser Links lest, lest diesen.
- Horrorfilme und Killerspiele
- Unterricht kann nicht in einem Hochsicherheitstrakt geschehen
- Niedersachsens Innenminister startet Bundesratsinitiative gegen “Killerspiele”
(Links via: Isotopp)















5 Kommentare ↓
Also ich finde ja ganz und gar nicht, dass Computerspiele “böse” machen
. Nein im Ernst, es ist einfach Blödsinn, alles auf den Computer zu schieben, es fließen viel mehr Faktoren auf die Psyche eines Individiums ein. Hier kann man übrigens dafür voten: http://www.gegen-willkuer.com
hmm, diese ganze debatte um “killerspiele” hat mich dazu gebracht mal wieder q3 zu spielen…würd ja jetzt gerne amok laufen, aber ich find keinen laden der ne plasmagun oder ne railgun führt…schade.
(bevor gleich das SEK vor meiner tür steht: das war ironie)
Böse, böse Videospiele…merkt von denen eigentlich keiner, dass die Menschen die Amok laufen, schon vorher irgendne Störung gehabt haben müssen?! Darum kümmert sich kein Mensch, stattdessen ist kaum noch ein Ansprechpartner für Jugendliche da, da überall gekürzt und gestrichen wird. Alle anderen Faktoren sind ja nur minimal…natürlich sind die Videospiele schuld…unglaublich… Man stelle sich mal vor jeder der solche spiele spielt würde Amoklaufen, da würd ich aber mal ganz schnell alle Bunker wieder aufmachen!
Schön geschrieben! Ich schließe mich vorbehaltlos an! Ein Verbot bringt nichts!
Wahrscheinlich bin ich noch nicht Amok gelaufen, da auf dem ZX81 der Mensch garnicht als Schüler zu erkennen war
… und schöne Grüße an bwallmeier und bse